Wie es zu dieser Frage kommt ist leicht beschrieben, denn in NRW wurden Warhol-Kunstwerke verkauft, um so ein verlustbringendes Casino zu retten. Natürlich gab es diesbezüglich einen Aufschrei der Kunstfans, da diese den Kunstverkauf für die Rettung eines Casinos nicht für richtig halten.

Entlastung staatlicher Kassen

Kunst bedeutet gleichzeitig auch Bildung. Daher gehört es zu den öffentlichen Aufgaben Kunst und Kultur zu präsentieren. Hierzu zählen Museen, Theater, Philharmonien, Jazzfestivals oder Musikarchive, die durch öffentliche Hand unterstützt werden. Zusätzliche private Angebote komplettieren das Angebot an Kunst und Kultur, welches für die Bildung der Bürger besonders wichtig sei. Durch öffentliche Hand werden Kunst- und Kulturangebote unterstützt, damit die Besucher das Angebot für wenig Geld nutzen und genießen können.

Um staatliche Kassen zu Entlasten können Museumsbestände verkauft werden. Daher ist es erst einmal kaum verwunderlich, dass das Land Nordrhein-Westfalen zwei Werke des Künstlers Andy Warhol zum Verkauf angeboten und dafür 130 Millionen US-Dollar einkassiert hatte. Die Kunstwerke befanden sich im Besitz einer landeseigenen Gesellschaft für Glücksspiele, die nun mit dem Erlös finanziert werden sollen.

Das Unternehmen schrieb rote Zahlen, der Betrieb der betroffenen Spielbank soll jedoch aufrecht erhalten werden und dafür soll der Erlös aus dem Kunstwerkverkauf eingesetzt werden. Klar, dass die Begeisterung der Kunstliebhaber sich an dieser Stelle in Grenzen hält.