Schon seit längerem ist die Rede davon, auch für Spielhallen eine landesweite Sperrdatei einzuführen. In Baden-Württemberg hat die Landesregierung nun ein Konzept vorgelegt, welches sich eingehend mit der landesweiten Sperrdatei befasst. In diesem Konzept sind zwei Varianten für die Sperrdatei enthalten:

Variante 1:

  • nach § 23 Glückspielstaatsvertrag (GlüStV)
  • Einbeziehung von Spielhallen in die zentrale Sperrdatei

Variante 2:

  • Anschluss an das hessische Sperrsystem OASIS

Auf der Suche nach einer weitreichenden Lösung

Bisher sieht es sehr danach aus, dass die Entscheidung eher auf die erste Variante fallen wird. Bei dieser Variante würde es sich nach der Angabe der Landesregierung eher um eine weitreichende Lösung handeln. Vor allem würde hier der Aspekt der landesweiten Sperrdatei ausreichend berücksichtigt werden, da auf diesem Weg ein Datenaustausch über alle Landesgrenzen hinweg ermöglicht werden könnte. Darüber hinaus wäre die Variante auch in der Hinsicht weitreichender, da sämtliche Glücksspielarten abgedeckt werden können. Die Sperrdatei würde damit nicht nur für das traditionelle Casino gelten, sondern könnte auch die Spielhallen umfassen.

Problem durch Glücksspielstaatsvertrag?

Die einzige Sache, die gegen die erste Variante spricht, könnte der Glücksspielstaatsvertrag sein. Grund hierfür ist die Unsicherheit, die in Bezug auf die Gesetzgebung herrscht. Aufgrund dieser Unsicherheit, ob und inwiefern eine Änderung des GlüStV erfolgen wird, sieht es aktuell danach aus, als würde die Regierung eher zu Variante 2 tendieren. Diese Variante soll mit Hilfe der Kooperation zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz ermöglicht werden.