Spielhallen sind für viele Spieler ein magischer Anziehungspunkt. Gleichzeitig belegten Studien bereits, dass in Spielhallen oft die Anfänge der Spielsucht bei den Spielern beginnen. Genau aus diesem Grund sollen nun Maßnahmen ergriffen werden, um nicht nur die Flut der Spielhallen sondern gleichzeitig damit auch die Spielsucht einzudämmen.

Die neue Regelung sieht vor, dass die Sperrstunden für Spielcasinos von drei bis sechs Uhr auf einen Zeitraum zwischen zwei und acht Uhr verlängert werden sollen. Beschlossen wurde diese Maßnahme von Seiten des Stadtrats. Mit der Einschränkung hofft die Stadt, dass nun nicht weiterhin stetig neue Spielcasinos eröffnen werden und dass so die Flut an Spielhallen zurückgedrängt werden kann. Weitere Regelungen wurden bereits beschlossen. Eine dieser Regelungen sieht vor, dass die Spielhallen einen Mindestabstand in Höhe von 250 Metern zueinander einhalten sollen. Diese Regelung soll bis zum Jahr 2017 umgesetzt werden.

Im Vergleich zu anderen Städten in Bayern soll Nürnberg laut Ordnungsamt die höchste Spielhallendichte aufweisen. Neben der Spielsuchtgefahr leidet auch das Stadtbild unter dieser Flut an Spielcasinos. Die Stadt hatte bereits vor einiger Zeit ein Vergnügungsstättenkonzept erarbeitet, durch welches Sehenswürdigkeiten und historische Bauten der Stadt geschützt werden sollen. Um diesen Schutz zu garantieren sollen Spielhallen in Zukunft nur noch in festgelegten, bestimmten Stadtgebieten gestattet werden.