Im Burgenland wird durch die Legalisierung des kleinen Glücksspiels gegen die Suchtgefahr beim Glücksspiel angekämpft. Bisher war das Spielen an den kleinen Spielautomaten untersagt.

Durch das Verbot gab es viele Menschen, die illegal dem Vergnügen des Glücksspiels an Automaten nachgingen. Mit der nun eingeführten Legalisierung erhoffen sich die Verantwortlichen eine bessere Kontrollmöglichkeit und die Ermöglichung einer guten Suchtprävention.

Laut Expertenmeinung könne man mit Verboten die Spielsucht und auch die Suchtgefahr nicht eindämmen. Es gibt genug Ausweichmöglichkeiten, um die Verbote zu umgehen, wie zum Beispiel das Spielen an Automaten in den ausländischen Nachbarorten. Zudem können Spielbegeisterte immer auf das Online-Casino ausweichen, welches nicht zuletzt wegen bestehender Verbote im wahren Leben mehr und mehr an Beliebtheit gewinnt. Die Sucht und Suchtgefahr könne man daher durch Verbote nicht unbedingt verringern, daher wird mit der Erlaubnis des kleinen Glücksspiels eine gewisse Kontrolle vorausgesetzt.

Mit der Legalisierung sind gleichzeitig Regelungen festgesetzt worden, die die Suchtgefahr gering halten sollen. Maximale Spieldauer pro Tag und Person beträgt daher drei Stunden. Um sein Glück an einem der Automaten herausfordern zu können, müssen die Kunden sich ausweisen. Die Aufstellung der Automaten erfolgt unter strenger Kontrolle, denn es wurde eine bestimmte Anzahl festgelegt, die im Burgenland aufgestellt werden darf.

In Gasthäusern dürfen daher maximal drei Automaten aufgestellt werden. Kritiker sehen die Gefahr genau da: mit der Aufstellung von Automaten in Gasthäusern, werden die Besucher nach wenigen Bieren animiert zu spielen und dies kann im Anschluss schnell in eine Spielsucht ausarten.

Besonders Spielsuchtgefährdet sind oft Jugendliche und junge Erwachsene. Um die Suchtgefahr zu verringern wurden daher im Burgenland Verbotszonen eingeführt, die die Aufstellung von Automaten im nahen Umkreis von Schulen und anderen Einrichtungen für Jugendliche untersagen. Damit wollen die Verantwortlichen besonders den Jugendschutz gewährleisten und die Suchtgefahr bei Jugendlichen so gering wie möglich halten.