Vor 50 Jahren gab es einen unvergessenen Vorfall in der Spielbank Bad Neuenahr. Zu diesem Zeitpunkt traten die Croupiers der Spielbank in einen Streik. Auch wenn dies heute 50 Jahre zurückliegt, so ist der Streik vielen Menschen noch immer in Erinnerung. Die Croupiers sind die Spielmacher in einer Spielbank und wenn diese in den Streik treten, dann muss die Spielbank geschlossen bleiben. Genau dieser Fall trat genau vor 50 Jahren ein. Ein unvergessenes Ereignis.

Der Grund für den Streik, der als einziger dieser Art in die Geschichte eingegangen ist, war der Verdienst der Croupiers in der Spielbank. Dieser war bereits für die damalige Zeit ganz gut für einen Croupier, doch diese wollten mehr. So forderten die Croupiers der Spielbank Bad Neuenahr einen neuen Tarifvertrag und zogen aufgrund dieser Forderung in den Streik. Die Forderungen bezogen sich doch damals weniger auf den generellen Verdienst, sondern mehr auf die Verteilung der Trinkgelder. Diese werden in dem sogenannten Tronc gesammelt. Spieler können das Trinkgeld für die Angestellten an den Spieltischen in einen dafür vorgesehenen Schlitz werfen. Eigentlich sollte das Geld aus diesem Tronc unter den Mitarbeitern aufgeteilt werden. Zur damaligen Zeit war damals die Rede von einem Betrag in Höhe von 600.000 Mark pro Monat. Der Ärger der Croupiers entstand jedoch dadurch, dass die Gelder nicht wirklich unter den Mitarbeitern, die am Casinobetrieb mitwirkten, aufgeteilt wurden, sondern auch Personen einen Teil davon abbekamen, die keinen Beitrag zum Casinoalltag leisteten. Zudem wurden Teile der Gelder auch für private Zwecke der Direktion verwendet.

Arbeitskampf der Croupiers:

  • in einer Urabstimmung vom 27. Dezember 1966 entschieden sich die Croupiers für einen Arbeitskampf
  • unter Warnstreik firmierende Arbeitsniederlegung zum Jahreswechsel 1966/67
  • die Spielbank Bad Neuenahr musste vorläufig geschlossen werden
  • ein Notdienst kam nicht zustande
  • kein Erfolg durch Warnstreik
  • es gab einen weiteren, auf sieben Tage angesetzten Streik
  • Casino reagierte mit Aussperrung

Mit dem Glücksspiel dürfe nicht viel Geld verdient werden

Zur damaligen Zeit war das Glücksspiel vielerorts noch viel verpönter als heute. Dementsprechend wurde deutlich gemacht, dass Angestellte einer Spielbank nicht zu viel Geld mit dem Glücksspiel verdienen dürften. Die Forderungen der Angestellten stießen somit auf Granit. Bei Streikverlängerung wurde dann daher eine Eingreiftruppe auf den Plan gerufen. Im Nachhinein kursierten Gerüchte, dass einigen Streikbrechern sogar Schläge versetzt worden sein sollen. Der Streik hatte zur Folge, dass einigen Croupiers neue Tarifverträge angeboten wurden, andere der Angestellten blieben jedoch ausgesperrt und hatten kein Recht auf Wiedereinstellung.