In vielen Städten in Deutschland ist die Einführung einer Wettbürosteuer aktuell ein Thema, so auch in Herford. Die Einführung einer entsprechenden Steuer ist vielerorts diskutiert, da die Städte auf diesem Weg den Wettbüros eine Kampfansage machen wollen. In Ostwestfalen-Lippe (OWL) haben bereits einige Städte eine Einführung der  Wettbürosteuer erwirkt. Zu diesen Städten gehören Bielefeld und Minden. In Herford wird aktuell eine entsprechende Steuereinführung geplant, um so das Wettangebot der Stadt lenken zu können.

Wettbürosteuer für Herford:

  • Wettbürosteuer als Thema beim Herforder Haupt- und Finanzausschuss in einer Sitzung
  • alle Büros, die Pferde- oder Sportwetten anbieten, sollen diese Form von Vergnügungssteuer bezahlen
  • in Herford würde dies drei Wettbüros betreffen

Neben der generellen Entscheidung, ob die Steuer in Herford tatsächlich eingeführt werden soll, müsste dann noch die Steuerhöhe festgelegt werden. Aktuell heißt es, dass die Wettbürosteuer sich nach der Größe der Etablissements richten würde. Der jährliche Steuerbetrag würde bei einem Volumen zwischen 25.000 und 30.000 Euro liegen. Für die Stadt ist jedoch nicht die zusätzliche Steuereinnahme vorrangig, sondern vielmehr gehe es darum, eine Lenkungswirkung zu erreichen und so die Verbreitung der Wettbüros in der Stadt eindämmen zu können.

Schließungsgefahr für Wettbüros

Die Einführung der Wettbürosteuer ist ein viel diskutiertes Thema, welches vor allem bei den Betreibern entsprechender Etablissements sauer aufstößt. Die Betreiber sehen sich in der eigenen Existenz gefährdet. In dem nahegelegenen Ort Minden gibt es vier Wettbüros. Seit vor Ort die Vergnügungssteuer eingeführt wurde, musste zwei der Wettbüros bereits den Betrieb einstellen. Diese Gefahr besteht auch für die Etablissements in Herford. Der Stadt gehe es nach eigenen Angaben jedoch nicht um die Schließung bereits bestehender Etablissements, sondern vielmehr um die Verhinderung, dass in Zukunft weitere Wettbüros in der Stadt eröffnen könnten.