Der Verwaltungsgerichtshof begründet die Entscheidung mit fehlender Bekanntgabe der Zuschlagskriterien. Damit wäre von Seiten Liechtensteins gegen das Gesetzmäßigkeitsprinzip verstoßen worden. Darüber hinaus sei der Gleichbehandlungsgrundsatz genau wie ebenso das Transparenzgebot des Europarechts nicht berücksichtigt worden.

Einhergehend mit dem Beschluss, dass die Konzessionsvergabe nun keinen Wert mehr hat, müsse die Regierung die Konzession nun neu vergeben. Hierbei müsse außerdem bekannt gemacht werden, wie die Konzessionsvergabe stattfinden soll. Gegen diesen Beschluss können die Beteiligten Beschwerden vor dem Staatsgerichtshof einreichen.

In Liechtenstein herrschte seit dem Jahr 1949 das Glücksspielverbot. Erst vor zwei Jahren, im Jahr 2010, wurde dieses Verbot in vor Ort aufgehoben. Für die Spielbankenkonzession hatten sich lediglich zwei Unternehmen beworben. Neben der Tochterfirma des Konzerns Novomatic, bewarb sich auch die Casino Vaduzerhof AG für die ausgeschriebene Konzession. Hierzu zählen die Spielbank Baden und der Unternehmer Wolfgang Egger. Bei dem Projekt Vaduzerhof, waren anfangs auch die Casinos Austria beteiligt, die jedoch nach unterschiedlichen Meinungen mit Egger, bereits im letzten Jahr aus der Unternehmung ausgestiegen sind.

Die Spielbank Baden wird durch diese Entscheidung nun hart getroffen. Bereits im Vorjahr ging die Spielbank bei der Konzessionsvergabe in Zürich leer aus. Dieses erneute Scheitern in Liechtenstein ist nun ein erneuter Rückschlag. Der Plan war die Aufstellung von rund 150 Spielautomaten und sieben Spieltischen, wodurch rund 16,7 Millionen Euro pro Jahr eingespielt werden sollten. Diese Pläne lassen sich nun jedoch vorerst nicht umsetzen.