Von daher sind die Regulierungen in Bezug auf das Kartenspiel überall unterschiedlich. Niedersachsen kann nun Hoffnung haben, dass Poker bald vor Ort reguliert wird.

Derzeit zählt das beliebte Kartenspiel noch ganz klar zum Glücksspiel, jedoch setzt sich der Fraktionschef der Linken, Hans Henning Adler, für die Legalisierung des Pokerspiels in Niedersachsen ein. Der Oldenburger Anwalt stellte erst kürzlich eine Anfrage in Bezug auf dieses Thema bim Landtag.

Der Politiker kämpft für die Legalisierung des Online Pokers in Niedersachsen. Hierzu erklärt Adler, dass derzeit die Gelder, die mit dem Pokerspiel verdient werden, auf illegale Weise oder in anderen Ländern und Bundesländern umgesetzt werden. Mit dem Verbot von Poker in Niedersachsen würde man seiner Meinung nach sowohl den Schwarzmarkt unterstützen als auch die Spieler zur Abwanderung nach Schleswig-Holstein und in andere Länder drängen. Er macht deutlich, dass dem Bundesland dadurch gleichzeitig hohe Einnahmen verloren gehen. Adler zeigt auf, dass die Pokerspieler ihre Gelder lieber im eigenen Bundesland verspielen sollten.

Der Politiker der Linkspartei ist durch seinen Sohn auf das Thema aufmerksam geworden und hat sich aufgrund dessen näher mit dieser Thematik befasst. Adlers Sohn gehört zu den Pokerprofis, der bereits mehrere Bücher zu diesem Thema veröffentlicht hat.

Niedersachsen habe mit der schnellen Verabschiedung des Vorschaltgesetzes ein Fehler gemacht, so Adler. Während Sportwetten erlaubt wurden, bleibt Poker weiterhin verboten und das obwohl die EU-Kommission gefordert hatte, dass eine gleichmäßige Behandlung der verschiedenen Glücksspielbereiche notwendig wäre. Laut Adler gäbe es keinen Beweis, der Sportwetten weniger suchtgefährdend einstufen würde, als das Pokerspiel.

Für den Linkspolitiker ist das Verbot eine Flucht in die falsche Richtung. Durch das Verbot von Poker würden die Spieler nicht aufhören ihrem Lieblingsspiel nachzugehen. Durch das Abdrängen auf andere Märkte würde man jedoch als Bundesland die Kontrolle des Glücksspiels, im speziellen des Pokerns, nicht gewährleisten können, so Adler.

Er macht deutlich, dass er eine Konzessionsvergabe für richtig hält, aus Gründen des Spielerschutzes, der Regulierung und der Abgaben, die dem Bundesland momentan verloren gehen.