Dieses Verfahren ist für viele besonders fragwürdig, weshalb dies nun auch Überprüft werden soll, da diese Vergabeweise in dieser Form nicht im Gesetz verankert ist. Den Ministerien wird zu viel Handlungsspielraum unterstellt und auch dies sollte im Folgenden überprüft werden, so wird es gefordert.

Für die zweite Ausschreibung, die für das Landpaket, haben die Bewerber viel Zeit und Geld investiert, um als Bewerber in Frage zu kommen. Besonders viel Aufwand haben die Casinos Austria und der Konzern Novomatic aufgebracht. Wem der Zuschlag nun gegeben wird, hat die entsprechende Behörde zu entscheiden. Nach welchen Maßstäben sich diese richten wird, ist nicht bekannt. Wie eben dieser Zuschlag erteilt wird ist wohl der größte Kritikpunkt in der Vorgehensweise in Österreich.

Sollte die Willkür von Seiten der Ministerien so groß sein und sollte der Spielraum nach eigenem Nutzen ausgenutzt werden, so müsste der VfGH in diesem Fall einschreiten. Der Chef von Novomatic, Franz Wohlfahrt, hat ein, für viel Kritik sorgendes, Kommentar zu diesem Thema abgegeben. Wer von den Bewerbern sich am Ende benachteilig fühlt, der solle sich daraufhin bei EuGH beschweren, der dann über die Dinge entscheiden soll.

Wenn die Unternehmen sich also dementsprechend von den Entscheidungen des eigenen Staates ungerecht behandelt fühlen, dann können diese auf ihr Recht zurückgreifen die EU in die Sache mit einzubeziehen.

Hier wird insbesondere auch die europarecht-Konformität großgeschrieben. Sollte es am Ende jedoch wirklich zu einem Termin vor dem EuGH kommen, so werden die Bürger sich gedulden müssen, denn so ein Prozess vor dem Gericht kann sich schon bis zu 1,5 Jahre hinziehen.