Gleichwohl der Alleingang von Schleswig-Holstein von der EU-Kommission hoch gelobt wurde, so gibt es dennoch einige Gegner des Kieler Glückspielgesetzes, zu denen die neue Regierung des nordischen Bundeslandes zählt. Geplant sind hier die Abschaffung des Gesetzes und die Rücknahme der Lizenzen, doch solange dies nicht realisiert werden kann, bleibt die bisherige Regelung der alten Regierung weiterhin erhalten.

Seit dem 19. Dezember 2012 sind die ersten Lizenzen bereits gültig und sollen für die nächsten sechs Jahre anhalten. Besonders vorteilhaft ist die Regelung Schleswig-Holsteins nicht nur für die Betreiber, die eine Lizenz erhalten haben, sondern in erster Linie auch für die Spieler, die vollkommen legal im Internet um echtes Geld spielen können. Bisher wurden die Lizenzen Schleswig-Holsteins an einige bekannte Unternehmen vergeben.

Zu diesen zählen 888 Ltd., Hillside, Ladbrokes, Bet-at-home, Personal Exchange, Polco, Electraworks, Tipico, Skill on Net, Online Casino Deutschland, REEL und Cashpoint. Vor der Lizenzvergabe wurden die einzelnen Unternehmen von der entsprechenden Behörde auf Transparenz, wirtschaftliche Stärke und Sicherheit getestet. Auch weitere Punkte mussten von Seiten des Unternehmens erfüllt werden.

Nach Erfüllung aller Voraussetzungen konnten die Unternehmer sich über eine entsprechende Lizenz im Raum des nordischen Bundeslandes freuen. Eine stündliche Unterbrechung des Spielbetriebs zählt zu den ungewöhnlichen Anforderungen, mit denen die Unternehmen sich einverstanden erklärten. Anforderungen dieser Art sollen gewährleisten, dass die Spieler einen ausreichenden Schutz erfahren und so weniger Möglichkeit haben sich im Spiel zu verlieren.

Obwohl das Glücksspielgesetz in Schleswig-Holstein nicht mehr allzu lange aktiv bleiben soll, so wie es die neue Regierung plant, so gibt es für weitere Unternehmen immer noch die Möglichkeit sich für entsprechende Lizenzen zu bewerben, denn aktuell gilt das Glücksspielgesetz vor Ort noch.

Es müssen lediglich die entsprechenden Anforderungen erfüllt werden und dann muss die Regierung einer Lizenzvergabe zustimmen, so lange bis eine andere Regelung getroffen wurde und das Glücksspielgesetz vor Ort seine Gültigkeit verliert. Unterdessen bleibt es spannend, ob sich auch andere Bundesländer von der liberalen Methode Schleswig-Holsteins begeistern lassen und eventuell sogar auf eine Regelung dieser Art umschwenken wollen.