Wen es trifft wird sich in diesen Tagen herausstellen, denn die Stadt wird dies nun entscheiden. Wie das Entscheidungsverfahren aussehen wird? Es ist geplant, das Los über den Verbleib oder die Schließung der Spielhallen entscheiden zu lassen. Für manche Betreiber bedeutet dies den kompletten Existenzverlust. Die Schließungen müssen bis Sommer 2017 erfolgt sein.

Entzerrung der Ballungsräume

In der Vergangenheit waren nicht nur in Hannover die Spielhallen wie Pilze aus dem Boden geschossen. In Großstädten wie Berlin reihte sich eine Spielhölle an die nächste, bis hier Gesetze eingeführt wurden, nach denen zwischen den Etablissements ein Mindestabstand liegen muss. Auch für Hannover gilt nun die entsprechende Gesetzgebung und so müssen mindestens 100 Meter Abstand zwischen den Spielhallen vorhanden sein.

Während das Stadtbild nach Meinung vieler Bewohner damit verschönert werden soll, befürchten die Betreiber der Spielhallen den kompletten Existenzverlust. Nicht nur für die Betreiber selber haben die Schließungen persönliche Auswirkungen, sondern auch für deren Familien und die in den Spielhallen angestellten Mitarbeiter. Die Auswahl derjenigen Etablissements, die bestehen bleiben dürfen, soll per Los entschieden werden, natürlich sorgt dies bei den Betroffenen für Empörung.

Insgesamt 57 Schließungen stehen nur bevor, entschieden wird das per Lostrommel. Wenn der Kampf der Glücksspielbetreiber selbst zum Glücksspiel wird, ob das tatsächlich so funktioniert? Es wird bereits erwartet, dass einige Klagen gegen die Stadt eintrudeln werden, viele Betreiber haben dies bereits angedroht. Auch die Angestellten befürchten den eigenen Jobverlust, kein Wunder also, dass die Pläne der Stadt nicht mit Wohlwollen aufgenommen wurden.