Die Lotteriegesellschaft in Hamburg hat für das vergangene Jahr eine Bilanz ermittelt und konnte positive und negative Entwicklungen verzeichnen. Die Gewinne lagen unter denen des vorangegangenen Jahres. Hier war die Wirtschaftskrise deutlich spürbar. Aber die Gewinne der Hansestadt sind weiterhin recht hoch.

Dem Glücksspielvertrag gegenüber ist man hier freundlich gesinnt, doch verlangt Lotto Hamburg eine Liberalisierung des Werbeverbots. Das stattliche Sümmchen von 165 Millionen war der Gewinn von Lotto Hamburg im letzten Jahr. Hiervon stammten 158 Millionen aus Spieleinsätzen und die restlichen knapp 7 Millionen setzen sich auch Bearbeitungsgebühren zusammen. Für die Staatskassen waren dies im letzten Jahr Einnahmen von 58, 2 Millionen.

Wie es bei den Gewinnen aus Lotterien gang und gebe ist, wurde diese Summe für den Sport, Projekte sozialer und karitativer Natur, Kunst und Kultur und den Umwelt- und Denkmalschutz verwendet. Trotz der guten Zahlen ging der Kelch der aktuellen Wirtschaftskrise auch an Lotto Hamburg nicht vorbei. Die Spieleinsätze waren fast 18 Prozent niedriger als 2009. Die Hamburger setzten zwar nicht mehr soviel Geld, aber dafür taten sie dies häufiger. Die Zahl der Aufträge im Spiel sei im letzten Jahr sogar noch angewachsen.

Die Bewohner Hamburgs seien auch im letzten Jahr Lotto Hamburg treu geblieben. Denn sie hätten 2009 insgesamt betrachtet mehr gespielt und Wetten getätigt und hatten im Vergleich weniger finanzielle Mittel hierzu, so der Geschäftsführer von Lotto Hamburg. Die Einsätze waren für die Bewohner Hamburgs auch nicht umsonst, es gab im vergangenen Jahr vier Millionäre und noch 19 Gewinner, die hohe Geldsummen einheimsten.

Daneben gewannen die Lottospieler Reisen, Autos und bares Geld bei Sonderauslosungen. Das Schrumpfen der Einnahmen sei laut Lotto Hamburg auch mit dem geltenden Glücksspielvertrag zu begründen. Nach der Beendigung der übergangsregelung Ende 2008 waren die Spielaufträge auf der Plattform im Netz von Lotto Hamburg und die im Netz generierten Aufträge Dritter weggefallen, so der Geschäftsführer.

Prinzipiell befürwortet man bei Lotto Hamburg diesen Vertrag jedoch weiter und ist seiner Fortführung wohlgesonnen, denn er habe sich als ein Ansatz erwiesen. Um dem Wettbewerb jedoch standhalten zu können, müssten die Beschränkungen, die der Werbung auferlegt wurden, liberalisiert werden. Die Vorbeugung von Sucht müsse im Hinblick auf die Zulassung regulierter Angebote abgestimmt werden. Allerdings müsste bei der Marktöffnung das Ausmaß der Suchtgefahr berücksichtigt werden.

Insbesondere für Sportwetten, die eine hohe Suchtgefahr mit sich bringen, müsse der Spielerschutz oberste Priorität haben. Deswegen sei man auch gegen eine eventuelle öffnung des Angebots bei Sportwetten, welche dem Auftrag der Suchtprävention zuwiderlaufen und für den kompletten Regelungsansatz des Vertrags ein großes Risiko darstelle, so der Geschäftsführer von Lotto Hamburg.