Wenn man der Ansicht ist, dass Vegas bei den Eldorados für Spieler ganz weit vorne liegt, der hat möglicherweise noch recht, wobei der Schwerpunkt auf dem kleinen Wörtchen "noch" liegt.

Grund: Das asiatische Macao ist gerade dabei, der Stadt der Sünde den ersten Platz abzunehmen. Vor fünf Jahren hat Herr Wynn, eine Größe in der Casinobranche, sein Hotel in der Stadt aufgemacht. Er tummelte sich in eleganten Einkaufspassagen der Unterkunft, hier sollte einmal die Prominenz gastieren.

Die hohen Absätze seiner Begleiterin konnte er nicht mehr hören und so entfernte er den kostspieligen Boden und legte ihn stattdessen mit Teppich aus. Jeder, der bei der Errichtung und bei der Organisation mitwirkte, war recht unruhig, doch als das Eröffnungsdatum gekommen war, war man mit Allem fertig.

Der Erfolg ließ den Hotelbesitzer gut dastehen, denn die asiatische Stadt ist eine kleine Sonderverwaltungszone von China, welche rund eine halbe Million Bürger hat, lediglich an diesem Ort ist das Glücksspiel gestattet. Nicht einmal 10 Jahre sind vorüber und die Stadt kann die höchsten Wachstumsraten des gesamten Glücksspielsektors verbuchen.

2011 erzielten die über dreißig Spielgelegenheiten einen Gewinn von stolzen 30 Milliarden Dollar, was 44 Prozent mehr sind als im vorangegangenen Jahr. So hat die Zone beinahe die Ertragszahlen des Marktes in den USA erzielt, hierbei ausgeschlossen sind die Spielstätten in den Reservaten der Vereinigten Staaten.

In Vegas, Atlantic City und den anderen Spieler-Eldorados des Landes nahm man im letzen Jahr 35 Milliarden Dollar ein. Wenn die Prophezeiung des Brokers "CLSA" wirklich eintritt, dann wird die asiatische Zone den Glücksspielmarkt in den USA schon in vier Jahren überholen.