Spendenaufrufe, gemeinnützige Tombolas, Veranstaltungen für den guten Zweck – all das sind doch eigentlich Events, welche die Gesellschaft gerne sieht und auch verfolgt, oder? In Sangerhausen scheint dies nicht der Fall zu sein. Hier sorgt eine von einem Gymnasium organisierte Tombola für den guten Zweck nämlich für Aufregung. Warum? Die Spendentombola soll aus Jugendschutzgründen verboten werden. Was das bedeutet? Tombolas für einen guten Zweck fallen scheinbar unter das illegale Glücksspiel, ähnlich wie illegal aufgestellte Spielautomaten und illegale Pokerrunden in verrauchten Hinterzimmern.

Keine Spendensammlung aus Jugendschutzgründen

An der Ernsthaftigkeit der Politik wird im Zusammenhang mit der Schultombola bereits gezweifelt. Ein Gymnasium in Sangerhausen wollte eine Tombola veranstalten, um auf diesem Weg Spenden zu sammeln. Der Verkauf von Losen darf jedoch nicht an Jugendliche erfolgen und somit offensichtlich auch nicht durch Jugendliche. Es gibt eine strenge Gesetzgebung, die sich hier auf das Glücksspiel bezieht. Demnach fällt eine Tombola, egal ob gemeinnützig oder nicht, unter die Glücksspielangebote, wodurch der Jugendschutz nach Angaben der Politik hier dringend Berücksichtigung finden muss. Veranstalter von entsprechenden Spendenveranstaltungen können nur mit dem Kopf schütteln.

Bereitschaft einer guten Sache zu helfen

Offensichtlich haben die Politiker beim Erlass des Regelwerks, die Realität aus den Augen verloren. Tombolas, die von Einrichtungen für den guten Zweck veranstaltet werden, stehen zwar im Zusammenhang mit Losen, jedoch geht es hier keinesfalls um Glücksspiel. Mit solchen Events wird das Ziel verfolgt, Spenden für eine gute Sache zu sammeln. Hierzu werden Lose für kleines Geld verkauft.

Das Verbot von entsprechenden Veranstaltungen hat nichts mit Schutz vor der Spielsucht oder dem Jugendschutz zu tun, sondern sollte dringend noch einmal überdacht werden. Spendenveranstaltungen für den gemeinnützigen Zweck sollten definitiv nicht verboten werden, denn genau solche Veranstaltungen werden benötigt. Die Bürger fordern nun eine schnelle Entscheidung von Seiten der Politik, damit bei den spendenfreudigen Bürgern und auch  bei den Ehrenämtern keine Unsicherheit in diesem Zusammenhang bestehen muss.