Eine Meldung aus der Schweiz mutet derzeit wie aus dem Wilden Westen an. Mehrere Mittarbeiter wurden demnach vergangene Woche aus dem schweizerischen Casino in Lugano suspendiert. Grund dafür waren gezinkte Spielkarten. Die Staatsanwaltschaft in Tessin ermittelt jetzt aufgrund schwer wiegender Vorfälle zum Schaden des Unternehmens.

Die Tessiner Zeitung Corriere del Ticino berichtete, dass in dem Casino ein ausgeklügeltes Betrugssystem mit manipulierten Karten verwendet worden sei. Im Casino müssen meherer Mitarbeiter darüber bescheid gewusst haben, sonst hätte sich dieses komplizierte System nicht verwirklichen lassen. In die Sache müssten also Croupiers, Kontrolleure und auch Sicherheitsleute eingeweiht gewesen sein.

Die Casinoleitung sollte eigentlich, um die Ermittlungen nicht zu gefährden, Stillschweigen zu den Vorfällen, die bereits im Herbst 2009 passierten, bewahren. Bei der Casino Direktion sorgte der große Bericht dementsprechend für überraschung.

Die Betrüger flogen dank interener überwachung im Casino auf. Auf grund der Ermittlungen darf über die Höhe der damals ergaunerten Summe nicht gesprochen werden. Die Ermittlungsbehörden sind nun an der Reihe den Fall aufzurollen und strafrechtlich zu verfolgen.

Bei der Staatsanwaltschaft der Spielbankenkommission, der Stadtregierung und den Medien gehen inzwischen anonyme Briefe mit diffamatorischem und beleidigendem Inhalt ein. Hinter den Bösen Briefen vermutet der Direkto des Casinos, Hubertus Thonhauser, ehemalige Mitarbeiter denen im Zuge einer Restrukturierung der Spielbank gekündigt werden musste.