Der Auftrag, den Baumann als Direktor im Züricher Casino verfolgt, ist gar nicht so einfach zu erfüllen. Die Inneneinrichtung des Casinos ist aktuell noch viel zu bunt für das Züricher Publikum, doch Baumann hat bereits begonnen, hier für mehr Understatement zu sorgen und ein wenig Einheitlichkeit in die Casinohallen zu bringen. In den Administrationsbüros ist sein eigener Stil schon eindeutig erkennbar. Doch nicht nur in Bezug auf die Inneneinrichtung sieht der neue Direktor seinen Auftrag, auch in Bezug auf die Zielgruppe.

Bisher seien vor allem normale Bürger die Besucher der Spielbank, so Baumann. Dies wolle er in Zukunft ändern und mit dem Angebot den gehobenen Mittelstand ansprechen. Doch nicht nur das Casino hat mit dem eigenen Image zu kämpfen, auch für Baumann selber war der Wechsel von Theater zu Casino nicht sonderlich einfach. Es war nach eigenen Angaben schon schwer in der Familie für Verständnis zu sorgen. Die Menschen haben Vorurteile und dies sei auch nicht verwunderlich. In der eigenen Familie konnte Baumann jedoch davon überzeugen, dass das Image von Glücksspielhäusern schlechter ist als die Realität.

Wachstum beim Züricher Casino

Für Baumann stellt die Arbeit in dem Casino eine gro?e Herausforderung dar, die er gerne angenommen und irgendwie auch gesucht hat. Nun beschäftigt er sich nicht mehr nur mit einem Budget, welches für Ausgaben genutzt werden kann, sondern kümmert sich um Einnahmen, Ausgaben, Investitionen und Spielerschutz. Das Casino Zürich ist aktuell das einzige Casino in der Schweiz, welches Wachstum verbuchen konnte. Der Casinodirektor gibt an, dass in Zukunft einige Investitionen geplant sind, um das Wachstum und damit auch die Erträge weiter voranzutreiben. Zu den Plänen gehört die Modernisierung ebenso wie die Einführung neuer Konzepte. Auch das Sozialkonzept soll vor Ort weiterhin gefestigt werden, denn es sei sein Auftrag und der seiner Mitarbeiter, im Casino für Spielerschutz und Suchtprävention zu sorgen.