Doch seit den Toren gegen die Niederländer ist deutlich, dass er etwas auf dem Kasten hat und es in der Mannschaft des Bundestrainers Löw noch hoch schaffen wird. Die Deutschen verfügen über eine besonders starke Mannschaft, die besonders durch das kraftvolle Mittelfeld geprägt ist. Hier will man die Attacken des Gegenspielers aufhalten und wenn das nicht geht, diese schwermachen.

Andererseits ist auch hier die "Kreativzentrale", von hier werden die Attacken geplant und dann auch ausgeführt. Ungeachtet dessen bracht man hier auch einen Stürmer, der Torchancen auch zu Toren umwandeln kann. In diese Kategorie gehört Mario Gomez. In fast jedem europäischen Land hört man den Namen und die Menschen kennen ihn. Für den Spieler mit spanischen Wurzeln hat man Spitznamen auserkoren.

In der Presse hat Italien vor Kurzem bestätigt, dass es nur einen "Super-Mario" gibt, welcher aktuell in der Mannschaft Deutschlands zu finden ist. In Großbritannien hat Gomez den Spitznamen "Goalmez" weg. Dies ist eine Anspielung auf seine Treffer.

Die Bundesrepublik hat zwei Spiele absolviert und drei Tore gemacht, für alle drei ist Gomez verantwortlich. Mit dieser Quote konnte man entspannt gegen Dänemark antreten und hat die Träumereien der Niederländer angehalten. Man war gespannt, ob er sich als "Torschützenkönig" etablieren kann, was man ihm mehr als nur gegönnt hätte.

In seiner Spielerkarriere hatte er es alles andere als einfach. Ungeachtet der 35 Millionen Euro, die Bayern für ihn bezahlt hat, musste er wegen Unstimmigkeiten mit dem Trainer lange auf der Bank verbringen. Es dauerte ein Weilchen, bis er Van Gaal von sich überzeugen konnte. Als dies geschafft war und er zeigen konnte, was er draufhat, war es nur eine Frage der Zeit, bis er vom vierten Stürmer bei den Bayern zum "Torschützenkönig" der Bundesliga wurde.

Diese Schwierigkeiten hatte er auch bei der EM 2012. Nach einem recht müden Einstiegsspiel gegen die Portugiesen, das ihm zahlreichen Tadel aus dem Umkreis von Mehmet Scholl einbrachte, zeigte er im Spiel gegen die "Oranjes", was er konnte und blieb dabei auf dem Boden. Sein ruhiges Gemüt brachte ihm zahlreiche Pluspunkte ein.

Nach dem Prinzip, dass man mehr Taten als Worte zeigen muss, zählt er nun zu den populärsten Spielern der diesjährigen EM.