Vor allem bei Jugendlichen ist diese Spielvariante nicht unpopulär. In Amerika gibt es verschiedene Studien, die sich mit dem Thema des Zusammenhangs zwischen Sex und Glücksspiel beschäftigen. Bei diesen Studien gilt es herauszufinden, ob beide Dinge in Verbindung zueinander stehen oder sogar Einfluss aufeinander nehmen.

Gerade in der Pubertät tendieren viele Jugendliche dazu, Neues auszuprobieren und besonders interessiert an den Dingen zu sein, die eigentlich Erwachsenen vorbehalten sind. Was verboten ist, macht bekanntlich mehr Spaß. Oftmals denken junge Erwachsene nicht über die möglichen Folgen nach und sind daher in vielen Fällen risikofreudiger als Erwachsene.

Bei der Studie von Forschern an der Mailman School of Public Health und der Johns Hopkins University wurde der Zusammenhang der sexuellen Verhaltensweisen und dem Glücksspiel bei der afro-amerikanischen Jugend in neun Grundschulen in der amerikanischen Großstadt Baltimore analysiert. Vor allem wurden hierbei Verhaltensweisen untersucht, die mit unbeabsichtigten Folgen verknüpft sind. Bei sexuellen Aktivitäten handelt es sich hierbei um ungewollte Schwangerschaften oder Infektionskrankheiten, beim Glücksspiel um Geldverlust und Verschuldung.

Jugendliche besonders gefährdet

Das Ergebnis der Forscher ist ziemlich eindeutig, denn dies zeigte auf, dass bereits die Hälfte der Probanden bereits vor Erreichen der Volljährigkeit gespielt hatten. In Bezug auf den Zusammenhang zum Glücksspiel wurde bei den Ergebnissen deutlich, dass weit mehr Probanden, die bereits sexuelle Erfahrungen hatten, bereits am Glücksspiel teilgenommen hatten, weniger Spieler gab es hingegen unter denjenigen, die sexuell bis dahin noch nicht aktiv geworden waren.

Dieses Verhalten von Jugendlichen und die Risikofreude sind gerade in Bezug auf das Glücksspiel besonders gefährlich. Hier wird deutlich gemacht, dass der Jugendschutz in Bezug auf das Glücksspiel eine große Rolle spielt, vor allem in Verbindung damit, dass risikofreudige Jugendliche auch schnell sexuell aktiv sind, ohne sich über mögliche Folgen Gedanken zu machen. Information und Prävention seien an dieser Stelle besonders wichtig und müsse stärker unterstützt werden, so die Forscher.