Nach dem Überfall auf die Automatenhalle des Grazer Casinos verstärken die Casinos Austria die Sicherheitsmaßnahmen. Innerhalb einer Woche war der Raub am Mittwochabend der zweite Casino Überfall innerhalb einer Woche in Österreich. Das Casino Seefeld in Tirol wurde am Montag ausgeraubt und am Mittwochabend dann die Automatenhalle des Grazer Casinos. Doch in beiden Fällen fehlt von dem Täter jegliche Spur. In einer Minute flüchtete der Täter in Seefeld, in Graz benötigten beide Räuber nur 22 Sekunden. Von den bewaffneten Überfällen bekamen Casino Kunden nichts mit.

Nun entwickelte die Casinos Austria einen Zwölf Punkte Plan für mehr Sicherheit. Weniger Geld in den Kassen und mehr Security, heißt es jetzt. Die Casinos Austria reagierten bereits. Noch in der Nacht auf Donnerstag wurde der Zwölf-Punkte-Plan festgelegt, um die Sicherheit in den Casinos in ganz österreich zu erhöhen.

"Wir werden unter anderem das Bargeld in den Kaßen weiter reduzieren, und wir werden die Präsenz von Sicherheitskräften deutlich verstärken. Das sind nur zwei Punkte, die übrigen werden wir nicht kommunizieren, um potentiellen Tätern nicht zu sagen, wo die Fallen lauern", sagt der Kommunikationschef der Casinos Martin Himmelbauer. Großes Risiko, wenig Beute.

Warum die Casinos für Täter in dieser Woche so attraktiv wurden, kann sich Himmelbauer nicht erklären. Den sowohl in Seefeld als auchin Graz hielt sich die Beute in Grenzen. "Ich glaube, es ist die Fehleinschätzung, dass dort viel Geld herumliegen könnte, das ist aber nicht so. Würde man die Täter in beiden Fällen fragen können, würden sie sagen, das war es von der Größe der Beute her nicht wert."

Die Polizei sieht zwischen den beiden Überfällen keinen Zusammenhang. Man kann den Casinos zwar keine offiziellen Zahlen entnehmen, dem Vernehmen nach haben die Räuber in Graz aber etwa 10.000 Euro und in Tirol etwa über 30.000 Euro Bargeld erbeutet.