Mit dem Jahreswechsel gibt es in allen Branchen einige Neuerungen. Hierbei gibt es sowohl gute als auch weniger gute Neuerungen. In der Glücksspielbranche erwartet die Betreiber in Hilden eine erneute Erhöhung der Vergnügungssteuer, für die meisten wird dies eher zu den schlechten Neuigkeiten gehören. Bei der erneuten Vergnügungssteuererhöhung handelt es sich bereits um die dritte Erhöhung in Hilden. Beschlossen wurde die erneute Vergnügungssteuererhöhung durch den Stadtrat.

Hintergründe zur Steuererhöhung in Hilden:

  • Hilden für Spielhallenbetreiber besonders lukrativ
  • 52 Geldspielautomaten in Spielhallen pro 10.000 Einwohner
  • in Hilden gibt es 294 Glücksspielgeräte in Spielhallen
  • zusätzlich gibt es 112 Groschengräber in Gaststätten

Während die Betreiber durch diese Veränderung tiefer in die Taschen greifen müssen, profitiert die Stadt von höheren Einnahmen. Im Jahr 2015 wurde durch die Vergnügungssteuer ein Betrag in Höhe von 2,3 Millionen Euro eingenommen, für 2016 wird ein Betrag in Höhe von 2,45 Millionen Euro erwartet und in 2017 sollen sich die Einnahmen noch einmal steigern, auf einen erwarteten Betrag in Höhe von 2,7 Millionen Euro.

Zusätzliche Einnahmen als netter Nebeneffekt

Die zusätzlichen Einnahmen seien jedoch nicht der Grund für die erneute Erhöhung der Vergnügungssteuer. Grund für diese Erhöhung sei vor allem die ausufernde Anzahl an Glücksspielgeräten in der Region. Spielautomaten haben eine besondere Anziehungskraft auf viele Spieler und die Suchtgefahr wird bei dieser Art des Glücksspiels als besonders hoch eingeschätzt. Um die Gefahr der Spielsucht zu minimieren muss langfristig die Anzahl der Spielgeräte verringert werden. Je weniger Angebot desto geringer die Nachfrage, so die Hoffnung. Mit einer erneuten Steuererhöhung soll die Anzahl der Spielgeräte in der Region minimiert werden, denn hohe Steuern verringern die Profitabilität für die Betreiber. Ob der Plan aufgehen wird ist unklar, jedoch hat die Stadt nicht viele andere Möglichkeiten, denn ein komplettes Verbot auszusprechen ist in Bezug auf die Spielhallen und Spielgeräte nicht möglich, auch wenn vielen Personen dies mit Sicherheit am liebsten wäre.