Die Sucht fängt unscheinbar an und endet in vielen Fällen im Verlust von allem oder sogar im Tod. Bei der Glücksspielsucht ist die Selbstmordrate im Vergleich zu anderen Süchten am höchsten.

Meist beginnt die Spielsucht ganz unscheinbar. Ein Spieler wirft Geld in einen Spielautomaten und generiert so einen ansehnlichen Gewinn. Das Anfängerglück kann hier negative Auswirkungen auf die Spieler haben, denn in vielen Fällen führt der Gewinn am Anfang zu der langanhaltenden und gefährlichen Spielsucht.

Als gefährlichstes Glücksspiel ist der Spielautomat bekannt. Hier haben Forscher festgestellt, dass die Suchtgefahr besonders hoch ist, aus folgenden Gründen:

– geringe Hemmschwelle durch niedrige Einsätze

– leichter Zugang

– einfache Bedienung

– kaum Kontrollen

Forscher haben im Laufe der Zeit herausgefunden, welche Charakteristika spielsüchtige Personen aufweisen. Wer Merkmale dieser Art an sich selbst oder anderen beobachtet, der kann definitiv vorgewarnt sein. Spieler mit krankhaften Spielverhalten denken viel an das Glücksspiel. Versuche dieses aufzugeben oder einzuschränken führen bei den meisten Spielern zu einem gereizten und unruhigen Verhalten.

Spieler versuchen meist eigeninitiativ mit dem Spielen aufzuhören, doch aus eigenem Antrieb ist dies kaum möglich. Das Spielen wird bei krankhaften Spielern als Ablenkung von Problemen und negativen Gefühlen angesehen und im Falle von hohen Verlusten, spielen Süchtige mit großer Wahrscheinlichkeit erstrecht weiter, da diese den Verlust wieder einspielen wollen. In schlimmen Fällen von Spielsucht lügen die Spieler in ihrem Umfeld, um die Spielsucht zu vertuschen und gehen in manchen Fällen sogar so weit, illegale Handlungen durchzuführen, um zum Beispiel an Geld zum Spielen zu kommen.

Kein Schutz vor der Spielsucht

Die Spielsucht kann jeden einholen, unabhängig davon ob männlich oder weiblich. Dennoch haben Forscher herausgefunden, dass vor allem junge Männer Gefahr laufen, der Spielsucht zu verfallen. Auch junge Menschen sind besonders gefährdet. In vielen Fällen sind Spieler gefährdet, die private Probleme haben. Hoher Alkoholkonsum und Arbeitslosigkeit sind meist Gründe für die Spieler, sich zum Glücksspiel hingezogen zu fühlen. Auf diesem Weg geraten viele Spieler in die Spielsucht.

Prävention ist ein wichtiger Faktor, um gefährdeten Spielern ausreichend Schutz anzubieten. Auch gibt es Einrichtungen, die sich um Betroffene kümmern. Problematisch ist hierbei, dass nur wenige Spieler rechtzeitig erkennen, dass das eigene Spielverhalten krankhaft ist und sich freiwillig Hilfe suchen. Zudem konnte in der Vergangenheit beobachtet werden, dass viele Spielsüchtige die Therapie frühzeitig abbrechen.