Um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln ist für Tokio nun der Bau von Glücksspielcasinos im Gespräch. Eigentlich sind Casinos in Japan verboten, doch der Erfolg von Macau und Singapur lässt auch in Tokio darauf hoffen, dass das große Geld mit dem Glücksspiel in die Stadt kommen wird.

Von Seiten des Premierministers Shinzo Abe scheint der Plan vorrangig positive Seiten aufzuweisen, denn der Erfolg des Glücksspiels in Asien, lässt ihn hoffen, dass die Casinos auch in Tokio die Wirtschaft ankurbeln könnten. Er sei sich jedoch auch darüber bewusst, dass Casinos negative Faktoren mit in das Land bringen könnten, jedoch wolle man sich auf Probleme, wie die Spielsucht, vorab ausreichend vorbereiten. Künftig sollen nach Angaben des Premierministers die Glücksspielregelungen Japans gelockert werden, um Casinos in der Stadt Tokio zu erlauben. Bis zum Ende des Sommers soll ein neues Gesetz ausgearbeitet werden, durch welches für die Casinos eine Erlaubnis eingeholt werden soll und welches dazu beitragen soll, den Umsatz in Tokio durch die Casinos zu erhöhen.

Japan wird bereits im Vorfeld als Glücksspielparadies geahndet. Durch die Erlaubnis des Glücksspiels im Land erhoffen sich die Verantwortlichen, mehr Besucher nach Japan zu locken und dadurch die Wirtschaft anzukurbeln. Bisher ist der Tourismus vor Ort nicht überall sonderlich gut ausgeprägt und Besucher aus Nachbarländern wie China, Südkorea oder Russland bleiben größtenteils aus. Durch den Bau von Casinos soll sich dies in Japan jedoch in Zukunft ändern. Asiaten haben bisher lediglich die Möglichkeit nach Macau und Singapur zu reisen, jedoch reicht dieses Angebot, nach Angaben der Experten, dauerhaft für das eigene Land nicht aus.

Mit Tokio als zusätzlichem Standort soll auch für die Bewohner Japans mehr Auswahl geschaffen werden. Mit den geschätzten Einnahmen, die Tokio mit dem Glücksspiel generieren könnte, würde sich Tokio, nach den Vorhersagen, zum weltweit zweitgrößten Glücksspielstandort entwickeln. ähnlich wie in Macau sehen die Casinopläne für Tokio vor, dass auch hier Hotels mit integrierten Casinos errichtet werden sollen, sodass die Besucher die Möglichkeit haben, eine Unterkunft zu buchen, von der aus es nur wenige Schritte bis zum nächsten Casino sind.

In Japan gibt es bereits einen großen Glücksspielmarkt, wenn dieser bisher auch illegal ist. Die sogenannten Pachinkohallen sind kleine Spielhallen, die in Japan an fast jeder Straßenecke angepriesen werden. 1000 dieser Geschäfte sollen bereits allein in Tokio vorhanden sein und obwohl es bei dem beliebten Glücksspiel Pachinko eigentlich nur Sachpreise zu gewinnen gibt, bieten sich in den benachbarten Läden heutzutage oft die Möglichkeiten, die Preise auch in Bargeld umzutauschen. Die Betreiber dieser Spielhöllen sehen den legalen Bau und Betrieb von Casinos bereits im Vorfeld als große Konkurrenz an.