In den vergangenen Wochen und Monaten gab es zahlreiche Diskussionen zum Thema Netzsperren. Grund hierfür: die Schweiz plante die Einführung entsprechender Sperren, um so effektiv gegen das Online Glücksspiel vorzugehen. Trotz verschiedener Gegenargumente wird der Plan nun umgesetzt, denn der Schweizer Nationalrat beschloss die ersten drei Teile eines neuen Glücksspielgesetzes für die Schweiz.

Was die neue Gesetzgebung beinhaltet:

  • Sperrung von nicht lizensierten Online-Glücksspielanbietern durch Internet Provider in der Schweiz
  • Vorgehen nach einer schwarzen Liste der Behörden
  • Limitierung auf wenige legale Glücksspielanbieter im Netz

Die Netzsperren stehen jedoch in der Kritik. Viele Gegenargumente zeigen mögliche Folgen der Einführung der Netzsperren auf. So gibt es vor allem auch technische Bedenken. Neben diesen werden die Netzsperren von vielen Seiten als wirkungslos eingestuft. All den Bedenken zum Trotz, hat man sich nun entschieden, die Netzsperren trotzdem einzuführen.

Die Freiheit wird eingeschränkt

Der wohl bedeutendste Punkt sind die Netzsperren im Zusammenhang mit der Freiheit. Nach Gesetzgebung haben Menschen die Freiheit, ihre Meinung zu äußern und Gewerbetreibende dürfen in ihrem Angebot nicht eingeschränkt werden. Durch die Netzsperren jedoch würde genau dies passieren und es würde die Gefahr bestehen, dass die Netzsperren noch in vielen weiteren Bereichen eingesetzt werden könnten. Die Rede ist bereits von einer gefährlichen Zensurinfrastruktur.