Der Film scheint für den Schauspeiler die optimale Gelegenheit zu sein, von seinem eigenen Talent zu überzeugen und sich vom Actionhelden zum Charakterschauspieler weiterzuentwickeln.

In der Rolle als Nick Wild träumt Statham vom besseren Leben. In Las Vegas ist er der Spielsucht verfallen und träumt davon, aus dieser Welt ausbrechen zu können. Für die Flucht fehlt ihm jedoch das Geld und so werden Vernetzungen des Schauspielers in der Glücksspielwelt aufgezeigt, die den Protagonisten am Fliehen hindern.

Nick Wild geht eigentlich dem ärger am liebsten aus dem Weg, jedoch gerät er in Situationen, in denen er genau mit solchem ärger wieder und wieder konfrontiert wird. Um diesem ärger zu entkommen wird die Flucht zum akuten Thema. In der Spielbank soll das Geld für die Flucht zusammengespielt werden.

Unfreiwillige Actionszenen heizen das Tempo des Films an, auch wenn deutlich wird, dass Nick Wild eben dieser Action lieber aus dem Weg gehen würde, auch wenn er überzeugen kann, wenn es drauf ankommt. Das Drehbuch des Films wurde erneut von William Goldman geschrieben, der den Film seinem gleichnamigen Roman nachempfunden hat. Der erste Kinofilm war ein Flop, doch dieses Mal will der Drehbuchautor es offensichtlich besser machen.

Die Kehrseite von Las Vegas

Der Film Wild Card ist keine Neuverfilmung des Romans, sondern vielmehr ein Remake des ersten Films. Der Fehler des ersten Films soll wieder gut gemacht werden und so wird in dem Remake nun die Kehrseite von Las Vegas aufgezeigt. Statt schillerndem Casinoleben wird die andere Seite des Glücksspielparadieses beleuchtet, mit einem Protagonisten, der den typischen Antihelden wiederspiegelt. Die beklemmende und düstere Stimmung wird durch die Drehorte aber auch durch die Spielkunst des Hauptdarstellers wiedergespiegelt.