Glücksspielautomaten sollen laut Finanzsenator Ulrich Nußbaum neu besteuert werden. Die Einnahmen sollen in Zukunft statt pauschal pro Gerät, prozentual versteuert werden.

Bisher wurden für die Automaten in Gaststätten unterschiedliche Steuern bezahlt. Für Ein Gerät im Casino mussten so pauschal 300 Euro und für einen Aufsteller in einer Eckkneipe 25 Euro pro Gerät bezahlt werden. Vorallem für Gaststättenbetreiber soll sich das jetzt ändern.

In Zukunft soll der Steuersatz gleichmässig für alle Automaten bei elf Prozent der Einnahmen liegen. Für die Aufsteller solle sich diese neue Art der Besterueung kostenneutral halten. Inoffiziell rechne man in der Finanzverwaltung aber mit Mehreinnahmen.

In der Hauptstadt Berlin gibt es derzeit etwa 7000 Glücksspielautomaten. Dadurch nahm das Land Berlin im vergangenen Jahr über die Vergnügungssteuer 9 133 068 Euro ein. Selbt 2007 kamen 8 235 508 Euro über Glüccksspielautomaten in die Landeskasse. Die Höhe der Vergnügungssteuer können die Komunen selbts festsetzten und so nahm Köln im Vergleich 85 Millionen Euro durch diese Steuer ein und Dortmund ganze 2 Millionen Euro. Elf Prozent sei im Vergleich zu anderen Kommunen nicht zu hoch. Zudem sei eine prozentuale Besteuerung für die Aufsteller beßer, denn sie können so auch Geräte, die nicht viel Geld einspielen, stehen lassen, so Klaus-Dieter Richter, der Vize-Präsident der Berliner Vereinigung des Deutschen Hotel- und Gaststättengewerbes. Das neue Steuermodell sei somit gerechter.

Es bleibt fraglich ob diese Meinung auch die Betreiber vertreten, denn duch stark frequentierte Automaten in Eckkneipen können mehrer Tausend Euro im Monat eingespielt werden.

Die Pauschalsteuer mit 25 Euro pro Gerät war hier um einiges günstiger.

Suchtexperten sehen die Gewinne der Komunen am Automatenspiel jedoch eher kritische, denn nach Angaben der bundesweiten Fachstelle für Glücksspielsucht in Herford sind rund 80 % der Spielsüchtigen abhänging von den Glücksspielautomaten. Die Berliner Fachstelle für Suchtprävention veröffenlichte, dass nach Schätzungen deutschlandweit in etwa 180 000 Menschen spielsüchtig sind.