Die Eigentümerstruktur des Glücksspielkonzerns Casinos Austria unterliegt aktuell einer bedeutenden Veränderung. Wie bereits veröffentlicht wurde hat der niederösterreichische Glücksspielkonzern Novomatic weitere Anteile an den Casinos Austria erworben. Hierzu wurden zusätzlich zu den 41 Prozent  weitere 17,2 Prozent Casinos-Anteile der Maria Theresia Bablik übernommen. Damit wurde Novomatic zusammen mit der tschechische Sazka-Gruppe zu neuen Großaktionären beim Glücksspielkonzern Casinos Austria. Der Staat besitzt unterdessen weiterhin 33,2 Prozent der Anteile an den Casinos Austria.

Weitere Veränderungen geplant

Doch mit diesen Neuerungen noch nicht genug, es sollen noch weitere Eigentümer hinzukommen. Weitere Anteile an den Casinos Austria sollen verkauft werden. Es gibt bereits mehrere Interessenten. Neben der tschechischen Sazka-Gruppe gibt es zusätzliche Interessenten aus dem In- und Ausland. Die Tschechen Karel Komárek und Jirí Smejc verfügen bereits über 11,3 Prozent, haben allerdings noch die Möglichkeit, die Anteile bis auf 25 Prozent aufzustocken. Die Eigentümerstruktur wird sich demnach in der nächsten Zeit noch weiter verändern.

Während es auf der einen Seite viele Interessenten an den Casinos Austria Anteilen gibt, gibt es auch auf der anderen Seite, die kein Interesse an der Übernahme von Anteilen haben. „Krone“-Herausgeber Christoph Dichand und Investor Michael Tojner hatten in der Vergangenheit Interesse bekundet, was jedoch für zahlreiche Kritik sorgte.

Hier wurde vor allem bemängelt, dass ein großer Medienkonzern nicht im Zusammenhang mit dem Glücksspiel stehen sollte. Zudem wurde erwartet, dass die schweizerische-deutsche Casino-Baden/Gauselmann-Gruppe Interesse bekunden könnte. Bei den Unternehmen ist erst in der Vergangenheit das Projekt Palais Schwarzenberg gescheitert. Trotz des gescheiterten Projekts haben die Unternehmen abgelehnt, denn die Kosten seien nicht tragbar für die Unternehmen.