Hier jedoch scheint man schon wieder nicht auf einen grünen Zweig zu kommen. Während einige Bundesländer dafür plädieren, eine komplett neue Regulierung einzuführen und den Sportwettenmarkt zu liberalisieren, sträuben sich andere Bundesländer dagegen und wollen nur minimale Veränderungen in bestehender Regelung vornehmen. An der aktuellen Situation ändert sich unterdessen nichts, private Sportwettenangebote in Deutschland sind weiterhin weitestgehend illegal.

Während viele Bundesländer nur minimale Veränderungen vornehmen wollen und auf diesem Weg lediglich zulassen wollen, dass private Sportwetten in Deutschland nur begrenzt erlaubt werden, pocht Hessen auf eine Liberalisierung des deutschen Sportwettenmarkts. Die Bundesländer befinden sich bereits aktuell in einem heftigen Streit rund um dieses Thema und das Bundesland Hessen hat bereits mit einem Alleingang gedroht, wie damals schon Schleswig-Holstein.

In Deutschland ist Glücksspiel zum Großteil Ländersache, Schade nur, wenn eben diese zuständigen Länder keine Einigung finden. Natürlich ist der Streit nicht nur aufgrund des Glücksspiels selber entfacht, sondern vielmehr auch deshalb, weil die erste Regelung nichts gebracht hatte und der Glücksspielmarkt zu großen Teilen in Bezug auf Sportwetten weiterhin eine Grauzone darstellt. Zudem geht es um viel Geld, Geld für die Spieler und natürlich Geld für den Staat.

Was soll künftig geändert werden?

Der Status Quo bezieht sich auf folgende Regelungen:

– 20 Wetteanbieter sollen eine Lizenz für Deutschland erhalten

– entsprechende Wetten lizensierter Sportwettenanbieter wären damit legal

– das Bundesland Hessen war zuständig für die Erlaubnisvergabe

– abgelehnte Bewerber klagten gegen das Zulassungsverfahren

– die meisten Anbieter agieren noch heute in einer Grauzone oder auf dem Schwarzmarkt

Welche Änderungen sind nun geplant?

– Verdopplung der Zahl der Konzessionen auf 40

– Erlaubniserteilung für 35 bisherige Bewerber

– Verabschiedung entsprechender Gesetzesänderung im Oktober 2016

– Geltung der Neuregelung ab Juli 2017

Das Bundesland Hessen glaube nicht an das Funktionieren dieser Neuregelung. Die EU-Kommission hatte bereits in der Vergangenheit mit einem Vertragsverletzungsverfahren gedroht und würde dies nach Meinung Hessens auch umsetzen, sollte keine unbegrenzte Erlaubnisvergabe in Deutschland eingeführt werden. Hessen drohte mit einem Alleingang, sollten die anderen Bundesländer nicht umschwenken wollen.