Die Anfrage wird laut Finanzministerium derzeit bearbeitet und noch in diesem Monat soll diesbezüglich eine Entscheidung fallen. Der Geschäftsführer der Spielbankengesellschaft ist eindeutig pro Spielbank und die Begründung hierfür ist laut Otto Wulferding der wirtschaftliche Vorteil, der daraus entstehen würde.

Diesen wirtschaftlichen Vorteil sieht auch der Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, der sich positiv gegenüber dem angestrebten Projekt geäußert hat. Die Fakten zu dem geplanten Casino sind folgende: die Kosten würden sich auf etwa 150bis 200 Millionen Euro belaufen. Aus den Gewinnen könnte die Stadt mit Einnahmen in Höhe von zwei bis drei Millionen Euro pro Jahr rechnen. Neben den Einnahmen und Ausgaben würden durch den Bau der Spielbank in Mannheim außerdem etwa 150 bis 200 neue Arbeitsplätze erschaffen werden.

Natürlich ist bei einem solchen Projekt die Spielsucht ein heiß diskutiertes Thema. Auf der einen Seite soll diese verringert werden, wozu in der Region erst kürzlich die Abgaben auf Glücksspielautomaten erhöht wurden. Auf der anderen Seite soll aufgrund von wirtschaftlichen Aspekten ein neues Spielmekka erbaut werden. Hier sieht auch die FDP einen Wiederspruch in sich und stimmt aus diesem Grund gegen das Bauvorhaben.

Auch die Betreiber die Spielhallen führen negative Aspekte beim Bau einer neuen Spielbank auf. Hier würde die staatliche Konkurrenz anwachsen und es gäbe unter Anderem den Nachteil, dass in Spielbanken Alkohol ausgeschenkt wird, während dies in den Spielhallen nicht der Fall sei. Alkohol beeinflusse die Wahrnehmung der Spieler und wenn diese keinen klaren Kopf mehr hätten, dann würden sie damit der Spielsucht näher rücken, so die Betreiber der besagten Spielhallen.

Die verschiedenen Vor- und Nachteile sollen nun geprüft werden, um eine Entscheidung bezüglich des Vorhabens treffen zu können. Die Spielbank würde auf der anderen Seite eine zusätzliche Attraktion Mannheims werden, wodurch wiederum zusätzliche Gelder für die Stadt eingenommen werden könnten.

Die Zuständigen gucken sich bereits nach einem passenden Ort für den Bau um, um für den Fall der Genehmigung schon einen Plan vorlegen zu können. Die Entscheidung soll noch im Monat März getroffen werden.