Der Städtetag fordert nun, hier nicht nachzulassen, sondern weiter darauf zu beharren, dass die Spielverordnung komplett umgesetzt wird. Hierzu soll der Bundesrat mit einbezogen werden, in der Hoffnung, dass die Spielverordnung dadurch Recht bekommen wird und für die Regulierung des Automatenglücksspiels Gültigkeit erlangt.

Schon in der Vergangenheit hatte der Städtetag darauf gedrängt, dass die vorgeschlagenen Regulierungen in der Verordnung zusätzlich verschärft werden sollen. Erklärungen hierfür deuten darauf hin, dass der Städterat die überhand nehmende Spielsucht aufgrund von Spielangeboten in Spielhallen nicht hinnehmen möchte.

Der Anstieg der Spielsucht ist prinzipiell deutlich spürbar und laut Verantwortlichen im Städtetag soll dem Einhalt geboten werden. Während die Regulierung strenger werden soll, kritisier der Städtetag gleichzeitig die Kommunen, die dafür verantwortlich seien, dass eine übertriebene Ansammlung an Spielhallen überhaupt erst zustande gekommen ist.

Die Regelungen, die in der Städteverordnung enthalten sind, sollen zum Teil bereits ab dem Jahr 2018 Gültigkeit erlangen. Hierzu zählt zum Beispiel die maximale Aufstellung von einem Spielautomaten. Auch sollen Spielpausen eingeführt werden, die die Spieler von einem wahnhaften Spielverhalten abhalten sollen.

Der Spielerschutz soll so wieder in den Vordergrund gerückt werden, vor allem in Bezug auf junge Menschen, die mehr und mehr der Spielsucht verfallen. Während die Automatenindustrie sich auf der Seite angegriffen fühlt und die eigene Existenz gefährdet sieht, soll es viele weitere Existenzen retten, die durch die Spielsucht verloren werden könnten.