In Bremen wird aktuell über die Einführung einer neuen Wettbüro-Steuer diskutiert. Die Einführung soll bald stattfinden. Davon könnte die Stadt enorm profitieren, denn wenn die Wettbüro-Steuer offiziell eingeführt wurde, wird dies Gelder in die Kassen der Stadt spülen. Neben diesem positiven, finanziellen Effekt für die Stadt Bremen, könnte die Einführung der Wettbüro-Steuer weitere Vorteile mit sich bringen und zwar im Kampf gegen das Glücksspiel.

Was die neue Wettbüro-Steuer in Bremen bewirken soll:

  • den Boom umstrittener Vergnügungsstätten eindämmen
  • Zusatzsteuer für Anbieter von Sportwetten
  • Dichte an Wettbüros verringern
  • Verbesserung des Stadtbildes
  • Verringerung der Spielsucht

Bremen ist nicht die einzige Stadt in Deutschland, wo der Kampf gegen Vergnügungsstätten immer wichtiger wird. In vielen Städten Deutschlands gibt es bereits seit Jahren einen enormen Wildwuchs. Das ausgeprägte Angebot an Glücksspiel in entsprechenden Etablissements führt dazu, dass Spieler dem Glücksspiel mehr nachgehen. Genau von diesen Angeboten geht jedoch auch eine große Gefahr für die Spieler aus, die Spielsucht ist alltäglich präsent.

Kritik an der Zusatzsteuer in Bremen

Während das Konzept sinnvoll klingt, ist jedoch nicht jeder für die Einführung der Zusatzsteuer in Bremen. Die FDP kritisiert das Vorhaben, denn innerhalb der Partei wird davon ausgegangen, dass so das illegale Angebot bessere Chancen erhält. Während einige Anbieter durch eine solche Steuer in Höhe von 200 Euro je angefangener 20 Quadratmeter ihre Geschäfte schließen müssen, werden eben diese Anbieter die Chance nutzen, ihr Angebot auf nicht ganz legalem Weg anzubieten. So würden der Stadt zusätzliche Gelder entgehen und die Gefahr der Spielsucht für die Gamer würde größer werden. Eine Kontrolle ist bei illegalen Glücksspielangeboten wiederum fast gar nicht möglich. Auch die Unternehmen sprechen sich weiterhin gegen das Vorhaben aus.

Neben den prophezeiten Gefahren ist das Vorhaben auch rechtlich zweifelhaft. In Nordrhein-Westphalen laufe aktuell ein Verfahren aufgrund einer ähnlichen Gesetzgebung. Vor allem sei es zweifelhaft, dass die staatlichen Lotterieanbieter, wie zum Beispiel Oddset, nicht zur zusätzlichen Steuerzahlung aufgerufen würden. Diese ungleiche Behandlung stößt an manchen Stellen sauer auf, so würde dies nämlich gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung verstoßen.