Aktuell tut sich was in der Führungsetage der Casinos Austria. Natürlich ist es auch im Interesse der Aktionäre schnellstmöglich einen neuen Chef für das Glücksspielunternehmen zu finden. Der Abgang von Karl Gross führt nun dazu, dass man auf der Suche nach dem passenden Mann für die Führungsposition aus. Gerüchten zu Folge gibt es hier bereits einen Favoriten: Alexander Labak Wien, ein Finanzfachmann aus Tirol.

Fakten zu Alexander Labak:

  • 54-jähriger Finanzexperte aus Tirol
  • studierter Ökonom
  • Großteil der eigenen Karriere im Ausland verbracht
  • Karriere beim Markenartikler Henkel begonnen
  • 1991 ging er zum amerikanischen Pharmazie- und Konsumgüterhersteller Johnson & Johnson
  • ab 1999 ist er für die Deutschen Bank in Frankfurt tätig gewesen
  • mit 41 zum Kreditkartenunternehmen Mastercard als Chef fürs Europageschäft
  • ab 2007 bei der spezialisierten Bankengruppe Home Credit

Der Favorit lebt aktuell bereits in Wien und könnte die Stelle somit umgehend antreten. In wenigen Tagen soll beim Aufsichtsratspräsidium über den Finanzexperten diskutiert werden. Entschieden wird die Besetzung der Chefposition jedoch erst durch den Personalausschuss, nachdem eine ordentliche Aufsichtsratssitzung durchgeführt wurde. Das nächste reguläre Treffen des Kontrollgremiums ist aktuell für den 23. Juni 2017 angesetzt.

Ein anspruchsvoller Job bei den Casinos Austria

Wer auch immer die Führungsposition der Casinos Austria einnehmen wird, fest steht bereits, dass es sich dabei um einen anspruchsvollen Job handelt. Zuletzt erst änderte sich die Eigentümerstruktur der Casinos Austria. Die Casag steht zu 33 Prozent im Eigentum der Republik. Die tschechischen Lotteriemilliardäre Karel Komárek und Jiří Šmejc halten durchgerechnet 34, die Konkurrenzgesellschaft Novomatic 17,2 Prozent. Weitere Anteile halten die Bank Schelhammer & Schattera und Privatpersonen. Es ist davon auszugehen, dass der Nachfolger von Karl Gross sich künftig in erster Linie auf den Ausbau des Lottogeschäfts konzentrieren wird. Auch die Zusammenarbeit mit dem niederösterreichischen Glücksspielkonzern Novomatic soll ausgebaut und gefestigt werden.