Netzsperren sind in vielerlei Hinsicht ein häufig diskutiertes Thema. Auch bei den Diskussionen rund um den künftigen Glücksspielstaatsvertrag wurde über die Einführung von Netzsperren diskutiert.

Letztendlich scheinen sich die Zuständigen dagegen entschieden zu haben, denn wie es in den neusten Meldungen heißt, sind Netzsperren für den neuen Glücksspielstaatsvertrag nicht vorgesehen.

In Gesprächen und Entwürfen wurde vorab die Müglichkeit mit einbezogen, dass illegales Glücksspiel mit Hilfe von Netzsperren bekämpft wird. Der Regierungssprecher von Sachsen-Anhalt, Rainer Metka, gab nun jedoch üffentlich bekannt, dass dies nicht der Fall sein wird und dann auch in Zukunft kein Anbieter von Internetdiensten gezwungen werden kann, Webseiten zu sperren, die gegen den Glücksspielstaatsvertrag verstoßen.

In Sachsen-Anhalt werden noch in diesem Monat die Ministerpräsidenten erneut zusammensitzen, um einen neuen Entwurf für den Glücksspielstaatsvertrag anzufertigen. Bis dato konnten sich die Länder noch nicht wirklich einig werden, jedoch wird erwartet, dass es zu einer Einigung und einem fertigen Gesetzesentwurf kommen wird.

Unsicherheit gibt es in Bezug auf das Thema dennoch, denn durch den Alleingang von Schleswig-Holstein ist weiterhin unsicher, ob sich tatsächlich alle 16 Bundesländer auf einen gemeinsamen Entwurf einigen künnen. Mit der Verabschiedung eines eigenen Gesetzes hatte Schleswig-Holstein einen Vorstoß in Richtung Liberalisierung des Online-Glücksspiel Markts gewagt und verfolgt offensichtlich eigene Ziele in dieser Hinsicht.

Besondere Punkte über die sich die Ministerpräsidenten also im Laufe dieses Monats noch einig werden müssen, sind vor allem die Besteuerung und die Anzahl der Konzessionen und deren Abgaben. Bei diesen Themen waren die Länder sich bisher noch nicht ganz einig, daher muss dafür ein Kompromiss gefunden werden.

Beim nächsten Zusammentreffen werden diese mit Sicherheit noch einmal eingehend diskutiert. Daher bleibt es weiterhin spannend, welche änderungen mit dem künftigen Glücksspielstaatsvertrag auf Deutschland zukommen werden.