Nach endlosen Debatten kamen die Bundesländer darin überein, dass mit Beginn des nächsten Jahres sieben Anbieter von Sportwetten in den Genuss einer Lizenz in der Bundesrepublik kommen sollen.

Auch im Bereich der Trikot- und Bandenreklame, die in Bälde Werbung für die Wetten machen können, finden Veränderungen statt. Doch die Fernsehwerbung in Verbindung mit Sportwetten ist nach wie vor untersagt.

Die Länderchefs konnten sich auch darauf einigen, dass man unrechtmäßigen Betreibern von Sportwetten rigoros den Riegel vorschieben will. Diese Eckpunkte will man erst einmal probeweise für fünf Jahre einführen. Zu Beginn des Monats Juni will man den Vertrag nun endgültig absegnen.

Das Bundesland Schleswig-Holstein möchte noch manche Unklarheit im Hinblick auf den Glücksspielvertrag klären, doch man erwartet, dass die restlichen Länder eine Übereinkunft erzielen werden. Die Zulassungen sind nicht ohne, denn hat man diese erst, dann muss man ein Sechstel des Spieleinsatzes entrichten.

Wie hoch diese Auszahlungen sein werden, hängt vom jeweiligen Betreiber ab. Im Hinblick auf die Online Casinos gibt es ebenfalls neue Vorgaben, die auch für fünf Jahren laufen sollen. Die Dienstleistungen dieser Casinos sollen recht überschaubar bleiben und die Netzangebote sollen nur von Spielbanken mit staatlicher Zulassung und bei realen Spielen bereitgestellt werden.

Im Dezember 2011 verliert der aktuelle Glücksspielvertrag seine Gültigkeit und bis zu diesem Zeitpunkt muss feststehen wie es weitergeht. Die Landesväter hatten sich in einer Sache schon längst geeinigt, und zwar, dass der Alleinanspruch auf die Lotterien bestehen bleiben soll. Die Schwierigkeit eine Einigung zu erzielen lag darin, dass die von der SPD regierten Bundesländer sich weigerten, Sportwetten von Privatbetreibern anzuerkennen.

Als der Europäische Gerichtshof den Vertrag der Bundesrepublik für nicht rechtens befand und der Meinung war, dass der Alleinanspruch beim Kampf gegen die Suchtgefahr wenig wirksam sei, musste man das Problem in Angriff nehmen. Es bleibt abzuwarten, ob die neuen Vorgaben nun mit den rechtlichen Vorgaben in der EU konform sind.