Bwin, welcher der größte Betreiber im Sektor Sportwetten im Netz ist, zog mit einer extravaganten Promotion die Blicke der Online Glücksspielbranche auf sich. Als Aushängeschild dieser Aktion fungiert der Ex-Fußfalltrainer der Equipe Tricolore, Raymond Domenech.

Dieser ist heftig umstritten, was das französische Nationalteam angeht und wurde für die schlechte Leistung des Teams zur Rechenschaft gezogen. Doch nun fungiert er als Star für die Promotion Roll Noise. Im dem extra gedrehten Werbespot für die Kundschaft spricht er eine Einladung zum ultimativen Pokerkampf auf der Seite von Bwin aus.

Diese Aktion soll am 29.11. dieses Jahres ins Rollen kommen. Im Werbespot kann man ihn sehen, wie in der Begleitung einiger unfreundlicher Aussagen von Journalisten eine Umkleidekabine verlässt. Er hält sich momentan in Thailand auf um jemanden zu finden, der noch besser pokern kann als er.

Der Spot ist eine Parodie auf ein paar alte Filme, die in den 1980ern entstanden. Hier fielen die Filmhelden immer wieder auf die Nase, bevor sie wieder aufstanden. Dies sei auch für Domenechs Leben momentan zutreffend, so Herr Pergeauy von der Agentur Rolls Noise.

Man muss sehen, ob diese Werbung positive Konsequenzen für die ehemaligen Trainer haben wird, denn er musste in der letzten Zeit allerhand Schadenfreude und Spott einstecken. Hier taucht auch die Frage auf, ob das österreichische Unternehmen Bwin so gut damit fährt, denn man will hier auch nach wie vor Spiele der Equipe Tricolore auf den Internetseiten bereitstellen.

Der Chef der Agentur Ogilvy kann hinter dieser Promotion deutliche wirtschaftliche Interessen feststellen. Er ist auch der Ansicht, dass die Aktion für beide Beteiligten ein Russisch Roulette ist. Momentan haben die Firmen in dieser Industrie gar keine andere Wahl als mithilfe von Aufsehen erregender Werbung die Blicke auf sich zu ziehen.

Hier muss nicht zwangsläufig der Fall, dass man den Spot mit dem unangemessenen Benehmen der Fußballnationalmannschaft in der Phase der WM verknüpfen muss. Doch auch eine länger dauernde Kooperation der beiden Werbefirmen sollte nicht stattfinden.

Der Ex-Trainer kann so oder so nicht das Maskottchen und das Gesicht von Bwin bleiben. Doch um auf kurze Sicht die Internetseiten in Schwung zu bringen und für diese Promotion zu werben, kann dieser Plan durchaus umgesetzt werden.

Viele Fans von Sportwetten werden die Seiten auf Gründen der Neugier an diesem Termin besuchen. Der Streit um die Benutzer kam auch bei den Portalen für Sportwetten ins Rollen. Wer die optimale Reklame macht, erhält die meisten Klicks auf seine Internetseite.

Man sollte die Menschen nicht auf die Internetseite holen, sondern sie auch mithilfe von exakten Promotionen bei der Stange zu halten. Ob dies Bwin mit seiner Aktion gelingen wird, wird sich frühestens am 29.11. herausstellen.

Bis zu diesem Zeitpunkt muss man sehen, wie der Ex-Trainer des französischen Nationalteams die Gunst seiner Landsleute erlangen oder weiter verspielen wird.