Mit diesem Reformvorstoß soll die Uneinigkeit und das nicht Voranschreiten rund um die Sportwetten-Lizenzen beendet werden. Geplant ist mit der neuen Reform die Regulierung des Glücksspielmarktes in Deutschland neu in die Hand zu nehmen.

Der Grund für den Vorstoß in Hessen ist nicht nur das jahrelange Warten und die jahrelange Unsicherheit, sondern vor allem gab nun auch die Kritik der EU-Kommission den Anstoß dazu, dass Hessen den Vorstoß wagen will. Die EU-Kommission hatte in der Vergangenheit angedroht, ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland abzuleiten. Vielleicht hofft Hessen nun, mit einer neuen Reform dagegen vorgehen zu können und das Vertragsverletzungsverfahren abzuwenden. Hessen scheint sich aufgrund dessen in der Verantwortung zu sehen, weil das Bundesland für die Vergabe von Sportwetten zuständig ist.

Neuer Entwurf wird vorgestellt

Bereits in dieser Woche soll der Entwurf für einen neuen Staatvertrag auf der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin vorgestellt werden. Verantwortlich sein wird hier Innenminister Beuth (CDU), der die Vorstellung der neuen Reform übernimmt. Es bleibt spannend, ob mit diesem Vorstoß eine Besserung in Sicht kommt und das Vertragsverletzungsverfahren tatsächlich abgewendet werden kann. Dass in jedem Fall Bedarf vorhanden ist und dass in Bezug auf die Glücksspielregulierung in Deutschland etwas geändert werden muss, diesbezüglich scheinen sich zumindest alle Beteiligten einig zu sein.