Einem vor Kurzem bekanntmachten Bericht in den niederländischen Nachrichten zufolge entwarf der Staat eine schwarze Liste mit unrechtmäßigen Seiten für Glücksspiel.

Er gibt den Banken nun den Tipp, Zahlungen im Bereich Kreditkarten für Firmen ohne holländische Zulassungen nicht zu tätigen. Ein Report einer Nachrichtenagentur zeigt, dass die niederländischen Kreditinstitute in Bälde die Möglichkeiten haben, die obengenannte Liste anzuerkennen oder diese nicht zu befürworten.

Diese Sache wurde ungeachtet eines Urteils des Staatsrates für das Unternehmen Betfair, das eines der ersten Adressen in Sachen Online Casinos ist, durchgezogen. Das Online Casino wird vom Softwaregiganten Playtech geführt und verfügt über eine Zulassung in Großbritannien.

Man bemühte sich vor sieben Jahren um eine Konzession in Holland, dieser wurde nicht stattgegeben. Im selben Zeitraum gingen Zulassungen an den niederländischen Monopolisten DE Lotto und an SGR- und das reibungslos. Vor zwei Jahren wollte die Regierung des Landes Betfair wiederum daran hindern, seine Dienstleistungen bereitzustellen.

Dazu forderte man Kreditinstitute auf, keine Transfers zu und von Internetseiten mit Glücksspiel zu tätigen, welche mit dem Unternehmen zusammenarbeiteten. Das Urteil des Staatsrates ergab, dass eine Nichtvergabe einer Lizenz an Betfair nicht rechtens sei. Der Konzessionsvorgang sei alles andere als fair und laufe den juristischen Vorgaben in der EU zuwider.

Bevor die Entscheidung fiel, ließ der niederländische Staat verlauten, dass er sich mit der Etablierung von juristischen Vorgaben in Bezug auf die Zulassung von Online Glücksspielen befassen wolle. Im Lauf dieser Verhandlung beharrte der Staat immer noch darauf, dass die niederländischen Geldinstitute keine Geschäfte mit ihrer Meinung nach unrechtmäßigen Internetseiten in diesem Bereich machen sollen.