Bei diesem Gesetz handelt es sich um Bundesrecht und es gilt vorerst für 14 Bundesländer, mit Ausnahme von Schleswig-Holstein und NRW. Der Glücksspieländerungsstaatsvertrag fällt währenddessen unter das Landesrecht. In einer Sondersitzung wurde das Gesetz sehr kurzfristig verabschiedet und der Bundesrat gab hierzu seine Zustimmung.

Mit diesem neuen Gesetz tritt eine änderung des im Jahr 1922 verabschiedeten Rennwett- und Lotteriegesetzes (RWG) in Kraft. Alle Sportwetten werden nach dem neuen Gesetz mit jeweils 5 Prozent des Einsatzes besteuert. Diese Regelungen gelten für Wetten, die in landbasierten Wettbüros abgegeben werden aber auch für Sportwetten im Internet. Die Steuern trägt der Anbieter, egal ob dieser seinen Firmensitz in Deutschland oder im Ausland hat. Das neue Gesetz beinhaltet somit die Anrechnung der Steuer auf die Konzessionsvergabe.

Besteuert werden nach dem neuen Gesetz alle Sportwetten, die von einer Person mit Wohnsitz in Deutschland abgeschlossen werden. Darüber hinaus muss die Wettabgabe auch in Deutschland stattfinden, damit der festgelegte Besteuerungssatz greift. In dem Gesetz ist festgelegt, dass der Steuersatz 5 Prozent des Nennwertes der Wettscheine beziehungsweise des Spieleinsatzes beträgt. Die Zahlung der festgesetzten Steuer hat der Anbieter der getätigten Wetten auszuführen.

Die Steuerzahlung erfolgt nachdem die abgegebene Wette verbindlich geworden ist. 15 Tage nach Ablauf des Anmeldungszeitraums wird die Steuer für Sportwetten spätestens fällig. Die Wette wird dann verbindlich, sobald der Wettschein ausgehändigt wurde. Dies beinhaltet damit auch Wettscheine, die bei nicht lizensierten Anbietern gemacht und ausgehändigt wurden.