Wie jedes neu eingeführte Gesetz bedeutet dies für die Menschen, die mit dem Glücksspielmarkt zu tun haben, also Anbieter und Spieler, auch Veränderungen. Nicht jede Veränderung wird von den Interessenten positiv aufgefasst. In Tschechien gibt es nur wenige Punkte, die umstritten sind. In Bezug darauf haben oppositionelle Politiker geplant eine Verfassungsbeschwerde gegen das neue Regulierungsgesetz einzureichen. Auch die Internetprovider kritisieren die neue Gesetzgebung in Tschechien.

Inhalte der neuen Gesetzgebung:

– Sportunterstützung von Steuereinnahmen abgekoppelt

– Finanzierung des Tschechische Olympische Komitees durch den Staat

– zwei Steuersätze: 35 Prozent für Spielautomaten, 23 Prozent für den Rest

– Unterbindung verbotener Online Glücksspiele

Kritik wird vor allem an dem geplanten Vorgehen ausgeübt, welches das illegale Online Glücksspiel unterbinden soll. Hier ist die Rede davon, dass das Finanzministerium regeln soll, welche Webseiten bei Verstößen gesperrt werden soll. Die Senatorin Veronika Vrecionová von den oppositionellen Bürgerdemokraten nimmt dies zum Anlass, um wegen Internetzensur vor das Verfassungsgericht ziehen zu wollen.

Ein solches Vorgehen sei nur in Ordnung, wenn ein unabhängiges Gericht über diese Sachen entscheiden würde, nicht jedoch allein das Finanzministerium. Damit eine Verfassungsbeschwerde durchgesetzt werden kann, werden die Unterschriften von 17 Senatoren benötigt.