Ungarn hat einen neuen Gesetzesentwurf vorgelegt, der alles andere als gut für die heimische Branche im Bereich Spielautomaten sein könnte.

Die Landesregierung möchte die Abgaben auf die Geräte höherschrauben, im Entwurf ist zu lesen, dass die Betreiber von Glücksspiel zukünftig 70.000 Euro monatlich je Automat abführen sollen.

Wenn dies zum Tragen käme, wäre dies der Rekord an Abgaben in Europa. Andere Staaten verlangen nur etwa 1.000 Euro, in der Bundesrepublik liegt dieser Satz bei 1.300 Euro und Italien verlangt 1.600 Euro.

Die Automatenbranche in Ungarn weist nicht mehr Aktivitäten auf, als ihre europäischen Kollegen. Deswegen stellen sich die Betreiber die berechtigte Frage, weshalb die Landesregierung soviel Abgaben möchte.

Einem Sprecher der Ungarischen Glücksspielgesellschaft zufolge wäre eine solch hohe Abgabe schlecht für die Branche. Er gibt an, dass jeden Monat rund 240 Personen die Automaten nutzen und diese bringen deutlich weniger Gewinn als 70.000 Euro.

Mit diesem Gesetz wäre diese Industrie ruiniert, denn diese hat bereits in den letzten Jahren erhebliche Verluste erlitten. Mehr als 8.000 Automaten sind stillgelegt worden, weil die Betreiber infolge der weltweiten Wirtschaft keine Zahlungen mehr leisten können.

Eine Steuer in solcher Höhe hat wahrscheinlich zur Folge, dass noch mehr Automaten abgeschafft werden.