Das Fürstentum Liechtenstein möchte erst in zwei Jahren Zulassungen für Online Glücksspiel an den Mann bringen, aber die Europäische Union muss erst festlegen, ob für die virtuellen Casinos auf dieselbe Weise wie Spielbanken Abgaben erhoben werden.

Doch die Europäische Kommission ist sehr skeptisch ob es erlaubt ist, dass diese Casinos weniger Abgaben leisten müssen wie Spielbanken, weil es in Dänemark ähnlich ist. Der Stellvertreter des Regierungschefs sagte, dass eine Entscheidung der Union mindestens in 18 bis 24 Monaten zu erwarten ist.

Bis dahin möchte er mit der Zuteilung von Zulassungen für virtuelle Casinos noch warten. Auch in dem kleinem Fürstentum gibt es zwei unterschiedliche Abgabegrößen, die Online Casinos sind verpflichtet, 5 bis 12,5 Prozent der Bruttospielgewinne zu entrichten und die Spielbanken müssen 12,5 bis 40 Prozent abdrücken.

Die Landesregierung etablierte in Bezug auf virtuelles Glücksspiel eine neue Verordnung, welche sich mit der Vergabe von Zulassungen, der Strukturierung der Anbieter in diesem Bereich, den Sicherheitskriterien und der Palette an Spielen beschäftigt.

Es befasst sich ebenfalls damit, dass die Betreiber der Steuerzahlung nachkommen und die Sorgfaltspflicht in Sachen Geldwäscherei einhalten, sowie dem organisierte Verbrechen und der Finanzierung des Terrorismus. Die Aufsicht über den Finanzmarkt kümmert sich um den letzten Punkt.

In dieser Verordnung wird auch geregelt, wie Unternehmen mit Zulassungen für das Online Glücksspiel die neuen Vorgaben in Sachen Glücksspiel umsetzen müssen. Mit dem neuen Gesetz, welches seit Beginn dieses Jahres gültig ist, wagte sich das Land auf unbekanntes Terrain und es umfasst sämtliche Arten des Glücksspiels und das Spiel um Bares.

Liechtenstein kommt damit seiner Spielbank nicht nur näher, es möchte auch dem Schwarzmarkt in diesem Bereich mit rechtmäßigen Offerten die Stirn bieten. Der Wirtschaftsminister betrachtet die Spielbank zwar als sehr wichtig, doch er ist sich auch im Klaren darüber, welchen Einfluss die virtuellen Glücksspiele mit den aktuellen Kommunikationsmitteln haben.

In jeder Ecke des World Wide Web gibt es Angebote, unabhängig davon, ob das Spielen nun gestattet ist oder eben nicht. Für diese Spieler ist die Legalität von untergeordnetem Interesse und die Betreiber sitzen im Ausland und umschiffen so die Untersagung. Diese Methoden haben in Liechtenstein keine Chance.

Im Gesetz ist festgeschrieben, dass Betreiber von virtuellem Glücksspiel eine Zulassung nicht zweckentfremden dürfen und auch die Verbote außerhalb des Landes einhalten sollen. Wenn man in dem Fürstentum virtuelles Glücksspiel bereitstellt, muss auch über Zulassungen oder Genehmigungen, wo sie gefordert werden, außerhalb des Landes verfügen, da man sich sonst strafbar macht.

Für den Wirtschaftsminister ist es wichtig, dass dieses Gesetz in Europa eine Vorreiterrolle einnimmt. Es befasst sich mit der Konzession von Spielautomaten in Gaststätten, Lotterien, Wettangeboten und virtuellem Glücksspiel.

Dinge wie Kettenbriefe, Pyramidenspiele und Schneeballsysteme sind nach wie vor untersagt und für den Großteil der Spiele muss eine Erlaubnis vorliegen. Auch Forscher der Universität in Hohenheim bei Stuttgart befürworten die Etablierung eines Netzes im Bereich der erlaubten Glücksspiele und der Sportwetten.

In der Gegenwart ist ein Verbot wenig hilfreich. Lediglich eine überwachte und strukturierte Auswahl im Netz erleichtert es, Methoden zur Suchtvorbeugung, wie Sperrdateien zu verwirklichen.