Nachdem es lange Zeit Uneinigkeit gab und die Regulierung durch den Glücksspielstaatsvertrag gescheitert ist, scheint es nun einen entscheidenden Schritt voranzugehen. Geplant war es bereits vor Jahren den Markt für private Online Sportwettenanbieter zu öffnen, allerdings nur für eine begrenzte Anzahl an Anbietern. Diese Regulierung ist gescheitert. Bei der Ministerpräsidentenkonferenz wurde nun entschieden, die Anzahl der Lizenzen in Zukunft nicht mehr zu begrenzen. So ist es allen privaten Anbietern möglich, unter bestimmten Voraussetzungen eine Lizenz für den Deutschen Online Glücksspiel Markt zu erhalten.

Aufgehobene Begrenzung

Bisher war die Lizenzvergabe nur eingeschränkt geplant. In der Vergangenheit sollten lediglich 20 Lizenzen für Sportwettenanbieter vergeben werden. Das Verfahren war erfolglos und letztendlich blühte der illegale Online Glücksspiel Markt auf. Mit der neuen Regelung des Glücksspielstaatsvertrags soll hier vorgebeugt werden. In Zukunft ist die Anzahl der Lizenzen, die an Sportwettenanbieter ausgegeben werden sollen, nicht mehr begrenzt.

Neben dieser Entscheidung haben sich die Ministerpräsidenten der Länder zudem darauf geeinigt, dass geprüft werden soll, welche Maßnahmen gegen illegale Online Glücksspiel Anbieter ergriffen werden können. Der Spielerschutz soll vorrangig gewährleistet werden, daher ist es wichtig, einen legalen und kontrollierten Markt zu schaffen. Hierfür muss zuerst einmal eine Analyse des aktuellen Marktes vorgenommen werden. Darüber hinaus waren Mindesteinsätze und Mindestverluste ebenso im Gespräch wie eine bundesweite Sperrdatei. Für den Kampf gegen das illegale Glücksspielangebot sollen die obersten Aufsichtsbehörden zuständig sein. Hier wird nun erwartet, dass von Seiten der Aufsichtsbehörden Vorschläge unterbreitet werden, wie der Vollzug gegenüber illegalen Online Glücksspielangeboten verbessert werden kann.