Mit einer neuen geschäftlichen Idee wird die Firma Alinotec momentan zum Gesprächsthema, denn sie hat einem Besitzer einer Spielbank eine DNA-Dusche angeboten, so sollen angebliche Räuber gekennzeichnet werden. Im vergangenen Jahr hatte die Saar Polizei 24 überfälle auf Spielotheken zu verzeichnen, momentan sind es 21 Verbrechen. Im letzten Jahr war der Schwerpunkt dieser Taten im Landkreis Saarlouis, nun ist es Neunkirchen und Umgebung.

Das geraubte Geld ist zwar wie im Fall des Spielothekenbesitzers Zintel versichert, doch für die Angestellten ist dieses Schauspiel alles andere als lustig. Zintel, dessen Spielhalle zweimal kurz hintereinander überfallen wurde, dachte darüber nach, wie er einen besseren Schutz haben könnte. Vor kurzem ließ er sich dann eine DNA- Dusche installieren, die den Täter wochenlang markieren soll.

Ein kleiner Kasten, der die Größe eines Schuhkartons hat, befindet sich im Eingangsbereich des Casinos. Er fällt nicht weiter auf, aber soll seinen Zweck im Ernstfall erfüllen. Mittels eines Kontakts soll diese Dusche aktiviert werden, bevor der Einbrecher sich mit der Beute aus dem Staub machen kann. In einem Winkel von 40 Grad soll das Gerät eine Flüssigkeit anwenden, die den Räuber gänzlich einnebelt.

Dies sei unbedenklich, so Müller von der Geschäftsführung von Alinotec. Seine Firma biete das künstliche Erbgut an. Die Flüssigkeit sei nicht abwaschbar und befinde sich auch noch Wochen danach am Körper und der Kleidung. In der Markierungsflüssigkeit sei angeblich künstliches Erbgut erhalten, die der Struktur des Menschen gleicht.

Ein anderer Bestandteil sind Microdots, Kunststoffplättchen die mit Zahlen kodiert sind, die dann unter dem Mikroskop zu sehen sind. Der Code kann der jeweiligen Spielothek zugeordnet werden, die über eine solche Dusche verfüge, da man hier in einer Datenbank zu finden ist. Die Polizei können hier rasch zugreifen, so Müller.

Ohne Mikroskop und sehr schnell kann man den Täter mithilfe einer Schwarz-Licht-Lampe ermitteln. Sie legt kleine gelbe Punkte frei, die auch noch Wochen später zu sehen seien. Die künstliche DANN kann man nicht nur als Dusche verwenden. Laut Müller ist in Bremen ein Pilotprojekt am Laufen.

Hier habe die Polizei vor, mit der künstlichen DNA Diebe zu schnappen, denn diese Flüssigkeit könne man allgemein auf mögliches Diebesgut anwenden. Die künstliche DNA sei für alle richtig, die von überfällen bedroht werden, so Müller. Diese Dusche sei für Spielhallen, Tankstellen oder Banken bestens geeignet.

Der Spielhallenbesitzer Zintel hat die Hoffnung, dass Kriminelle in Zukunft abgeschreckt werden und dass seine Angestellten besser geschützt sind. Im Eingangbereich steht ein Schild, das auf Diebstahlschutz durch DNA hinweise. Eine solche Dusche habe einen Kostenpunkt von bis zu 5.000 Euro.