Durch das neue Spielhallengesetz soll der Flut an Spielhallen in Augsburg Einhalt geboten werden. Die Initiatoren wollen durch neue Regelungen, wie beispielsweise kürzere öffnungszeiten, die Eröffnung neuer Spielhallen verhindern und zudem vielleicht sogar bereits vorhandene Spielhallen zur Schließung bewegen.

Diese Idee voran getrieben hat der CSU Politiker Volker Ullrich. Im Juli ist das neue Gesetz in Kraft getreten, zeitgleich mit dem Glücksspieländerungsstaatsvertrag, an den das Gesetz angelehnt wurde. In Bezug auf die öffnungszeiten sollen demnach in Zukunft Schließzeiten eingeführt werden, die den Zeitraum zwischen 3 und 6 Uhr betreffen. Den Kommunen wurden in diesem Bereich zusätzliche Freiheiten eingeräumt, sodass diese die Zeiträume auch verlängern können.

Die stetig steigende Anzahl an Spielhallen war der Auslöser dafür, dass die Zuständigen hier nun ein Gesetz einforderten, um dagegen vorzugehen. Neben dem unschönen Anblick, den die vielen Spielhallen in der Stadt mit sich bringen, wird in diesem Bereich vor allem eine sehr hohe Spielsuchtgefahr gesehen. Durch die verkürzten öffnungszeiten erhoffen sich die Verantwortlichen die potentiell Spielsüchtigen ein wenig von den Etablissements fernhalten zu können.

Auch in Bezug auf die Bebauungspläne der Zukunft wurden Veränderungen vorgenommen, denn man möchte nun vermeiden, dass die Etablissements so zentriert in der Nähe voneinander angesiedelt werden. Zusätzlich zu den verkürzten öffnungszeiten ist in dem neuen Gesetz auch ein Mindestabstand zwischen den Spielhallen vorgesehen. Ob die Pläne der Initiatoren aufgehen bleibt unterdessen erst einmal noch abzuwarten.