Der Pokerprofi Marcel Luske musste in diesen Tagen eine Niederlage hinnehmen, allerdings nicht am Pokertisch, sondern vor Gericht. Thema hierbei war dennoch das beliebte Kartenspiel Poker. Der Poker-Pro zog gegen PokerStars vor Gericht. Grund seiner Klage war eine Urheberrechtsverletzung rund um die „International Rules of Poker“ und deren Nutzung bei PokerStars Live Events. Die Klage des Spielers wurde vorerst abgewiesen.

Genaue Gründe für die Klage des Nieuderländers:

  • eingereichte Klage richtete sich gegen die Rational Group, die Mutterfirma von PokerStars und PokerStars Live
  • PokerStars sollte ihm jährlich $25.000 für die Nutzung des Regelwerks der Federation International de Poker Association (FIDP) zahlen
  • der Vertrag wurde per Handschlag im Jahr 2012 vereinbart
  • im Oktober 2013 wurde der Vertrag seitens PokerStars gekündigt
  • im August 2014 beendete der Poker Room die Zusammenarbeit mit Luske
  • der Spieler gibt an, das die die PSLive-Regeln eine Kopie seiner Regeln seien
  • die Klage wurde im August 2016 durch den Spieler eingereicht

Einreichung einer Berichtigungsklage möglich

Vor Gericht entschied Richterin Nancy Allf nun, dem Klageabweisungsantrag seitens PokerStars stattzugeben. Bei der Begründung hierfür wird darauf hingewiesen, dass der Kläger es versäumt hätte zu belegen, ob er ein exklusives Abkommen mit PokerStars hatte. Auch sei während der Verhandlung nicht deutlich geworden, wie die Verwendung von Markennamen und Logos aussieht. Aufgrund entsprechend fehlender Erklärungen und Belege ist es dem Niederländer nun möglich, bis zum 7. März 2017 eine Berichtigungsklage einzureichen. Damit könnte der Kläger die Fehlbestände der ersten Klage korrigieren. Die Niederlage vor Gericht ist für Luske demnach nur vorläufig, vorausgesetzt er hält die Frist zur Einreichung der Berichtigungsklage ein.