Die Spielbankenabgabe fließt in die Berechnung der Finanzkraft im Länderfinanzausgleich ein, gleichzeitig jedoch haben zum Beispiel Sonderabgaben hier keinen Stellenwert. Nachdem bereits andere Bundesländer den Anfang gemacht und die Spielbankenabgabe gesenkt haben, um diese Gelder durch die nicht in den Finanzausgleich fließenden Sonderabgaben wieder reinzuholen, hat auch Hamburg nun einen entsprechenden Entschluss gefasst.

Mit der Senkung der Spielbankenabgabe von 70 auf 55 Prozent und der Erhöhung der Sonderabgabe von 10 auf 25 Prozent soll nun auch die Novellierung in Hamburg durchgezogen werden. Im Vorfeld hatten die Anpassungen der anderen Bundesländer dafür gesorgt, dass sich für Hamburg eine unvorteilhafte Rechnung ergab, der nun durch die Novellierung entgegen gewirkt werden soll. Im Vergleich zu Berlin jedoch, sei die Veränderung nicht so extrem, denn die Werte der anderen Bundesländer seien noch viel Extremer (Beispiel Berliner Spielbankenabgabe liegt bei 30-35 Prozent).

Dem Hamburger Senat wurde bereits von Seiten des Hamburger Automaten-Verbands in einer Presseerklärung vom 7. Januar 2014 unterstellt, dass die Spielbanken bevorzugt behandelt würden und dies auf den Schultern der Steuerzahler ausgetragen würde. Dies sei jedoch laut Senat nicht der Fall, denn während die Spielbankabgabe auf den Bruttospielertrag erhoben wird, so wird die Sonderabgabe demgegenüber – wie auch bei normaler Unternehmensbesteuerung – unter Berücksichtigung der Betriebskosten erhoben. Die Steuerbelastung der Spielbank sei im Vergleich zu den dort angesiedelten Spielhallen weit höher und daher entbehren die Behauptungen des Hamburger Automaten Verbandes jeder Grundlage, so die Verantwortlichen.