Während einige Spielbanken in Deutschland in diesem Jahr wieder Auftrieb erlebten, stecken die Spielbanken in NRW weiterhin tief in der Krise. Die Zahlen in diesem Jahr sehen auch nicht besser aus, die Spielbanken machen weiterhin Verluste, wie diese Verluste weiterhin abgefangen werden sollen, ist den Betreibern aktuell noch unklar.

In diesem Jahr rechnen die Betreiber der Spielbanken in Aachen, Dortmund, Duisburg und Bad Oeynhausen mit einem Fehlbetrag in Höhe von neun Millionen Euro. In der Vergangenheit konnte der Betreiber Westspiel die Beträge nur mit dem umstrittenen Verkauf von zwei Bildern des amerikanischen Künstlers Andy Warhol ausgleichen. Durch den Kunstverkauf kann das operative Ergebnis jedoch langfristig nicht beeinflusst werden, die Spielbanken laufen schlecht und wenn es so weitergeht steht den Spielbanken in NRW definitiv das Aus bevor.

Sanierungsplan zum Scheitern verurteilt

Sowohl die Besucherzahlen als auch der Bruttospielertrag der Spielbanken NRW ist um die Hälfte abgesunken, im Laufe der vergangenen Jahre. Der Kunstverkauf konnte die Krise ein wenig abschwächen, doch dies ist kein langfristiges Konzept zur Rettung der Spielbanken in NRW. Zu den Sanierungsplänen gehört weiterhin der Bau einer neuen Spielbank in Köln. Experten sehen diese Pläne kritisch, denn wenn es schon nicht möglich ist, die bereits existierenden Spielbanken aus der Krise zu holen, wie soll eine neue Spielbank die Verluste der anderen Spielbanken abfangen?