Wenn ein Unternehmen in Österreich klassisches Glücksspiel bereitstellt, wird es rasch spüren, dass die Erträge in allen Sparten, seien es Lotterien, Casinos oder Automaten schrumpfen.

Die Erlöse in diesem Bereich gingen um fünfeinhalb Prozent auf rund eineinhalb Milliarden Euro zurück. Doch das virtuelle Glücksspiel steht in den Sparten der Sportwetten und der Spiele fürs Casino gut da und diese Tendenz soll weiter bestehen bleiben.

In der Landeshauptstadt und in weiteren österreichischen Bundesländern steht die Untersagung des sogenannten kleinen Glücksspiels im Raum, parallel dazu geht die Summe der Spielautomaten zurück.

Vor zwei Jahren wurden im Land rund 14.000 Spielautomaten gezählt, unabhängig von ihrem legalen Status. Doch aktuell liegt diese Ziffer bei rund 11.000, was einem Rückgang von mehr als 15 Prozent entspricht.

Diese Schrumpfung hat logischerweise auch Konsequenzen für die Erträge, denn je weniger Automaten es gibt, umso kleiner fallen die Erlöse aus. Macht man aber unrechtmäßige Automaten unschädlich, dann dient dies dem Kampf gegen die Kriminalität im Glücksspiel.

Die virtuelle Welt ist ein ernstzunehmender Gegner der klassischen Spielgeräte, denn die dortigen Spielmöglichkeiten kann man bequem vom heimischen PC aus nutzen. Die Konsequenzen für Österreich sind unter Anderem, dass das Land finanzielle Mittel verliert.

Hier ist nur ein Betreiber für Online Glücksspiel zugelassen, die "österreichischen Lotterien". Das ist auch der Grund, weswegen zahlreiche Bürger auf andere Internetangebote ausweichen.

Die österreichische Seite "Win2day" hält nur etwas mehr als die Hälfte des Marktanteils, was deutlich macht, dass Untersagungen und Beschränkungen die Menschen nicht vom Spielen fernhalten. Im Gegenteil, sie machen unrechtmäßigem Spiel den Weg frei.

Der Großteil der Bürger hält nichts davon, dass die Regierung ihnen im Hinblick auf das Spielen Vorschriften macht.