Im Jahr 2012 wurde die Liberalisierung des deutschen Glücksspielmarktes beschlossen. Hierzu wurde der Glücksspieländerungsstaatvertrag verabschiedet, durch welchen der Sportwettenmarkt für private Anbieter geöffnet wurde. Die Thematik sorgte in ganz Deutschland für viele Diskussionen und während es natürlich auf der einen Seite Befürworter dieser Thematik gibt, gibt es auch Gegner, die sich gegen die öffnung des Glücksspielmarktes ausgesprochen haben.

In Münster hat der Glücksspieländerungsstaatsvertrag bisher keine änderungen mit sich gebracht. Trotzdem dieser seit Mitte 2012 gültig ist und die privaten Anbieter eigentlich bereits über entsprechende Konzessionen verfügen sollten, wurde bisher noch keine dieser Konzessionen an private Sportwettenanbieter ausgegeben. Zuständig ist das hessische Innenministerium.

Grund hierfür sei die Unübersichtlichkeit der aktuellen Rechtslage. So kommt es, dass die aktuellen Fälle vor dem Oberverwaltungsgericht Münster zum Teil noch nach der alten Rechtslage bewertet werden sollen. Die betreffenden Anbieter haben laut Angabe der Politik ihre Firmensitze auf Malta und Gibraltar, wo das Angebot von Online Glücksspiel gestattet ist und entsprechende Lizenzen ausgegeben werden. Von Seiten des Bundeslandes Nordrhein-Westphalen gibt es in Bezug auf diese Thematik bisher keine Äußerung.