Dies zeigt deutlich, dass Online Glücksspiel nicht unter das Strafrecht fällt, auch wenn dieses in Deutschland eigentlich illegal ist.

Strafrecht bei Online Glücksspiel nicht anwendbar

Das LG München entschied mit der Aufhebung der Verurteilung des Münchener Malermeisters, dass das deutsche Strafrecht bei online Glücksspiel nicht anwendbar sei. Der Münchener wurde wegen des BlackJack Spielens zu einer Gelstrafe in Höhe von 2.100 verurteilt, während zusätzlich sein Gewinn in Höhe von 63.490 Euro eingezogen wurde. Mit der Entscheidung des LG München wird der Spieler den Gewinn nun doch behalten dürfen, denn das Urteil sei nicht rechtskräftig und die Verurteilung des Spielers wegen unerlaubten Glücksspiels wird aufgehoben.

Chaotische Rechtslage besteht weiterhin

Die Rechtslage in Bezug auf Online Glücksspiel ist in Deutschland weiterhin chaotisch. Nur deshalb konnte ein Urteil ausgesprochen werden, welches eigentlich nicht rechtskräftig war. Urteile dieser Art sorgen bei Spielern und Anbietern weiterhin vor Verwirrung. Fest steht, dass der EuGH beschlossen hat, dass ausländische Anbieter wegen dem Angebot von Online Glücksspiel nicht strafrechtlich verfolgt werden dürfen. Daher ist es aktuell auch so, dass Spieler, die eben solche Angebote in Anspruch nehmen, ebenso wenig bestraft werden dürfen. Vielleicht sorgen Fälle wie diese dafür, dass die Glücksspielregulierung in Zukunft mehr Priorität bekommen wird.