Die Situation rund um Online-Sportwetten in Deutschland ist weiterhin prekär. Das Vergabeverfahren für private Anbieter wurde vor geraumer Zeit bereits gekippt. Grund hierfür war die Beschränkung der landesweit auszugebenden Lizenzen auf 20 Stück. Nachdem das Vergabeverfahren gekippt wurde, keimte Hoffnung auf, dass es alsbald eine Regulierung geben würde, die das Angebot von Sportwetten in Deutschland legalisieren könnte.

Bisher ist noch keine bundesweite Legalisierung von Online-Sportwetten erfolgt, jedoch gab es eine Einigung, dass Sportwettenangebote in Hessen zumindest geduldet werden sollte, bis eine ordnungsgemäße Regulierung eingeleitet wurde. Diese Duldung soll nun auf Eis gelegt werden.

Wieso die Duldung auf Eis gelegt wurde?

  • Eilrechtsschutzverfahren von Seiten des VG Wiesbaden
  • Beschluss des VG Wiesbaden sorgt für Aussetzung des Duldungsverfahrens in Hessen
  • in einer obergerichtlichen Klärung soll Klarheit geschaffen werden
  • Duldungsverfahren in Hessen gilt hierbei als Musterverfahren

Tauziehen um den deutschen Sportwettenmarkt

Nachdem die einstige Regulierung und das Vergabeverfahren gekippt wurden, bestand auf allen Seiten Hoffnung, dass es zu einer politischen Einigung und damit verbunden zu einer Lösung in Bezug auf den deutschen Sportwettenmarkt kommen könnte. Diese Einigung ist jedoch weiterhin nicht in Sicht. Es wird bereits von einem Tauziehen um den deutschen Sportwettenmarkt gesprochen. Eine bundeseinheitliche Lösung scheint in weite Ferne gerückt zu sein. Unterdessen boomt der illegale Online-Glücksspiel-Markt. Ob die Regulierung weiterhin weggeschoben werden sollte ist hierbei fraglich, denn eine Regulierung, in welche Richtung auch immer, würde vor allem Klarheit schaffen und im Besten Fall für Einheitlichkeit sorgen.